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GLOBAL 2000: Donaubrücke Traismauer bricht EU–Gesetze!

16.01.2007

180 Millionen Euro Steuergelder für 6,5 Transitkilometer – Protestmail gegen Brückenprojekt gestartet

ja © Global2000 www.global2000.at
ja © Global2000 www.global2000.at
Wien/Traismauer (16. Jänner 2007). Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 deckt in der Sache Donaubrücke Traismauer einen fatalen Informationsfehler des Landes Niederösterreich auf. Das Land Niederösterreich hat fälschlicherweise nur 0,5 Hektar Naturschutzgebiet als von den Rodungen betroffene Fläche an die EU–Kommission gemeldet. Die geplante Transitautobahn Donaubrücke Traismauer würde jedoch ein Natura2000–Gebiet im Umfang von circa 30 Hektar geschützten Auwald zerstören. Davon sind rund 12 Hektar von der EU ausgewiesene und durch die Fauna–Flora–Habitat–Richtlinie (FFH–Richtlinie) „besonders geschützte„ Lebensräume. „Diese Auwälder sind Lebensräume für eine Vielzahl geschützter Tier– und Pflanzenarten, die auf der so genannten "Roten Liste" als gefährdet, stark gefährdet oder auch als "vom Aussterben bedroht" verzeichnet sind„, betont Karin Kuna, GLOBAL 2000 Verkehrssprecherin.
Erste Rodungen stehen unmittelbar bevor. GLOBAL 2000 bereitet jetzt eine EU–Beschwerde gegen die umstrittene Donaubrücke Traismauer vor. „Dieses Projekt ist im Sinne der EU–Gesetzgebung als illegal zu betrachten, da es die bestehende FFH–Richtlinie sowie die EU–Rahmenrichtlinien Wasser und Luft bricht. Entsprechende Strafzahlungen durch die Republik Österreich sind nicht auszuschließen„, so Kuna weiter. Beim Projekt Donaubrücke Traismauer handelt es sich um eine 6,5 Kilometer lange Transitstrecke. Sie wird die SteuerzahlerInnen rund 180 Millionen Euro kosten – zum Vergleich: dies entspricht genau jener Summe, welche von der neuen Regierung für Bildungsmaßnahmen vorgesehen ist.
GLOBAL 2000 und lokale Bürgerinitiativen erheben gegen das teure und aus verkehrspolitischer Sicht unnötige Projekt massiven Einspruch: Protestmail unter: www.global2000.at.

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16.01.2007 | Autor*in: litschauer
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