Glawischnig zu Temelin: Spätes Erwachen von Minister Pröll
Wien (OTS)"Die Pläne des tschechischen Industrieministers, in Tschechien den Ausbau der Atomenergie massiv zu forcieren liegen seit Monaten am Tisch, der heutige Protest von Minister Pröll kommt sehr spät", kritisiert Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen. Es sei zwar zu begrüßen, dass Minister Pröll nun endlich aufgewacht sei, es stelle sich jedoch die Frage, was nun seitens der österreichischen Bundesregierung weiter passieren soll, um die skandalösen Pläne des tschechischen Industrieministeriums zu vereiteln."Die bisherigen Bemühungen Österreichs, mit Tschechien über einen Atomausstieg zu verhandeln, haben entweder nicht stattgefunden oder sind völlig ins Leere gegangen", so Glawischnig. Der Kampf gegen Temelin sei von der Bundesregierung seit Monaten praktisch aufgegeben, Versuche der Grünen, einen Temelin-kritischen Antrag im Nationalrat zu beschließen seien an den Regierungsparteien gescheitert.
Die Argumente des stv. tschechischen Industrieministers Pecina, ohne neue Atomkraftwerke würden in Tschechien die Lichter ausgehen, seien völlig absurd. "Damit wurde auch schon Zwentendorf argumentiert undÖsterreich sitzt bis heute nicht im Dunkeln. Die tschechischen Ausbaupläne zeigen auch die Dringlichkeit eines strikten Anti-Atom-Kurses auf EU-Ebene. Denn die tschechische Regierung wird sich in ihrem Energiekurs auch an der EU orientieren", so Glawischnig. Eine Auflösung des Euratom-Vertrages und die klare Ablehnung der geplanten Aufstockung des Euratom-Kreditvolumens sei daher ein Gebot der Stunde für die Bundesregierung, die derzeit in beiden Fragen mit mangelndem Engagement agiere, so Glawischnig abschließend.
Rückfragehinweis: Pressebüro der Grünen im Parlament Tel.: (++43-1) 40110-6697 http://www.gruene.at mailto:presse@gruene.at
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OTS0097 2003-11-18/11:24
Die Argumente des stv. tschechischen Industrieministers Pecina, ohne neue Atomkraftwerke würden in Tschechien die Lichter ausgehen, seien völlig absurd. "Damit wurde auch schon Zwentendorf argumentiert undÖsterreich sitzt bis heute nicht im Dunkeln. Die tschechischen Ausbaupläne zeigen auch die Dringlichkeit eines strikten Anti-Atom-Kurses auf EU-Ebene. Denn die tschechische Regierung wird sich in ihrem Energiekurs auch an der EU orientieren", so Glawischnig. Eine Auflösung des Euratom-Vertrages und die klare Ablehnung der geplanten Aufstockung des Euratom-Kreditvolumens sei daher ein Gebot der Stunde für die Bundesregierung, die derzeit in beiden Fragen mit mangelndem Engagement agiere, so Glawischnig abschließend.
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