Gentech–Food: Der österreichische Handel bleibt sauber
90 Prozent der österreichischen Lebensmittelhändler werden auch weiterhin kein Genfood verkaufen. Das ergibt eine Umfrage der Umweltorganisationen Greenpeace und GLOBAL 2000. Schriftliche Garantien liegen nun unter anderen von Spar, Billa, Merkur, Mondo, Emma, Hofer, Adeg, Magnet, Zielpunkt und Lidl vor. "Der Kunde ist König und kein Versuchsobjekt für die Gentech–Industrie. Das hat auch der Handel begriffen", so Jens Karg, Anti–Gentechnik Sprecher, GLOBAL 2000. "Die Österreicherinnen und Österreicher wollen kein Genfood, die Sicherheit solcher Produkte kann einfach nicht garantiert werden." Metro, Schlecker, "Meinl am Graben" und M–Preis waren bislang nicht in der Lage, Lebensmittel ohne Gentechnik zu garantieren.
Mit 18. April 2004 tritt EU–weit eine deutlich strengere Kennzeichnungsregelung in Kraft: Sie gilt sowohl für Lebensmittel als auch für Zutaten, die aus gentechnisch veränderten Organismen hergestellt werden. Die neue Kennzeichnungspflicht ist erstmals unabhängig davon, ob gentechnisch veränderte DNA im Endprodukt nachweisbar ist. Beispielsweise muss sowohl das aus Gentech–Mais gewonnene Öl als auch das damit hergestellte Keks gekennzeichnet sein. Eine wichtige Lücke bleibt allerdings: "Milchprodukte und Fleisch von Tieren, die mit Gentechnik gefüttert werden, bleiben von der Kennzeichnung ausgenommen. Hier muss es bei den Herstellern zu einem raschen Umdenken im Sinne der Konsumenten kommen", fordert Susanne Fromwald, Gentechnik–Expertin bei Greenpeace.
Ungeklärt ist noch, wie die Kennzeichnung von Gentech–Lebensmitteln wirksam kontrolliert werden kann, wie Verstöße geahndet werden und ob die Konsumenten davon erfahren können. Die Pläne der dafür zuständigen Agentur für Lebensmittelsicherheit sind noch nicht öffentlich.
Mit 18. April 2004 tritt EU–weit eine deutlich strengere Kennzeichnungsregelung in Kraft: Sie gilt sowohl für Lebensmittel als auch für Zutaten, die aus gentechnisch veränderten Organismen hergestellt werden. Die neue Kennzeichnungspflicht ist erstmals unabhängig davon, ob gentechnisch veränderte DNA im Endprodukt nachweisbar ist. Beispielsweise muss sowohl das aus Gentech–Mais gewonnene Öl als auch das damit hergestellte Keks gekennzeichnet sein. Eine wichtige Lücke bleibt allerdings: "Milchprodukte und Fleisch von Tieren, die mit Gentechnik gefüttert werden, bleiben von der Kennzeichnung ausgenommen. Hier muss es bei den Herstellern zu einem raschen Umdenken im Sinne der Konsumenten kommen", fordert Susanne Fromwald, Gentechnik–Expertin bei Greenpeace.
Ungeklärt ist noch, wie die Kennzeichnung von Gentech–Lebensmitteln wirksam kontrolliert werden kann, wie Verstöße geahndet werden und ob die Konsumenten davon erfahren können. Die Pläne der dafür zuständigen Agentur für Lebensmittelsicherheit sind noch nicht öffentlich.
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