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Gedächtnisforschung: Wie unser Atem das Erinnern beeinflusst

05.12.2025

Die Atmung tut weit mehr, als den Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Sie beeinflusst auch, wie das Gehirn Reize verarbeitet und Erinnerungen abruft.

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© ElisaRiva auf Pixabay
Ein Forschungsteam der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) zeigt nun in einer aktuellen Studie, dass der Atemrhythmus eng mit den neuronalen Abläufen des Erinnerns verknüpft ist.
 Einatmen für den Hinweisreiz, Ausatmen für das Erinnern 

Für die im Journal of Neuroscience veröffentlichte Untersuchung analysierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Dr. Thomas Schreiner, wie Atmung und Gedächtnisabruf zusammenhängen. 18 Teilnehmende lernten zunächst 120 Bild-Wort-Paare. Anschließend wurden sie zweimal getestet: sofort und nach einem Mittagsschlaf. Parallel zeichneten die Forschenden sowohl die Atmung als auch die Hirnaktivität per EEG auf.

Das Ergebnis: Wurden die Hinweiswörter während oder kurz vor dem Einatmen präsentiert, erinnerten sich die Versuchspersonen besser an die korrespondierenden Bilder. Die EEG-Daten zeigten jedoch, dass der eigentliche Abruf der Erinnerung überwiegend während der nachfolgenden Ausatmung stattfand. „Unsere Daten sprechen für eine funktionale Zweiteilung“, erklärt Schreiner. „Das Einatmen scheint der optimale Moment zu sein, um den Hinweisreiz aufzunehmen, das Ausatmen begünstigt die Rekonstruktion der Erinnerung.“
 

Tiefe Einblicke in die neuronale Dynamik 

Im EEG traten zwei typische Kennzeichen erfolgreichen Erinnerns auf: eine Abnahme der Alpha- und Beta-Aktivität, was auf die Aktivierung des Gedächtnisses und eine erhöhte Fokussierung hindeutet, sowie sogenannte Reaktivierungen von Gedächtnismustern. Dabei erscheinen neuronale Aktivitätsmuster erneut, die schon beim ursprünglichen Lernen aktiv waren – ein zentrales Signal für den Abruf gespeicherter Informationen.
 

Wie nutzbar ist der Effekt im Alltag? 

Die Probandinnen und Probanden atmeten während des Experiments ganz natürlich. Ob die Erkenntnisse in alltagstaugliche Strategien übersetzt werden können, müssen weitere Studien zeigen. Dafür wäre eine gezielte Steuerung der Atmung notwendig, etwa um zu prüfen, ob bewusst vertiefte Ein- oder Ausatmung den Abruf länger gespeicherter Erinnerungen beeinflussen kann.
 

Zudem variierte die Stärke der Synchronisation zwischen Atmung und Hirnprozessen von Person zu Person. Manche Menschen scheinen eine effizientere Kopplung zu haben als andere. „Die Atmung ist ein natürlicher Taktgeber für Gedächtnisprozesse“, sagt Schreiner. „Das zeigt eindrucksvoll, wie eng Körper und Gehirn zusammenarbeiten.“
 

Publikation 

Esteban Bullón Tarrasó, Fabian Schwimmbeck, Marit Petzka, Tobias Staudigl, Bernhard Staresina & Thomas Schreiner: Respiration shapes the neural dynamics of successful remembering in humans. The Journal of Neuroscience (2025)

Links

  • Research Articles, Behavioral/Cognitive Respiration shapes the neural dynamics of successful remembering in humans
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05.12.2025 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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