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Für Kyoto–Ziel ist ein rascher Ausbau aller Erneuerbaren erforderlich

15.01.2010

Die Landwirtschaftskammer Österreich fordert eine kontinuierliche Umsetzung effizienter Klimaschutzmaßnahmen

ja © LK Steiermark
ja © LK Steiermark
"Österreichs Land– und Forstwirtschaft hat innerhalb des eigenen Sektors bereits einen wesentlichen Beitrag zur Kyoto–Zielerreichung geleistet. Indem die Bauern auch weiterhin verstärkt biogene Treibstoffe, Ökostrom und Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen zur Verfügung stellen werden, liefert Österreichs Agrarsektor daher auch indirekt für die anderen Bereiche – Verkehr, Stromproduktion und Raumwärme – einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung des CO2–Ausstoßes", meint Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, anlässlich der Präsentation der Treibhausgasbilanz 2008.
"Um das nationale Kyoto–Ziel zu erreichen, werden in den nächsten Jahren entscheidende Maßnahmen zu setzen sein. Die heimische Land– und Forstwirtschaft ist bereit und auch in der Lage, in anderen Bereichen den CO2–Ausstoß mit der Lieferung von biogenen Treibstoffen, Ökostrom und Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen deutlich zu reduzieren. So zeigt der Bericht des Umweltbundesamts auf, dass im Verkehrssektor, dem zweitgrößten Emittenten, nur durch den Einsatz von Biotreibstoffen im Jahr 2008 eine Reduktion von ungefähr 1,3 Mio. t CO2–Äquivalenten erreicht werden konnte", betont Wlodkowski.

Ökostromausbau – ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Klimaziele

"Zusätzlich zur gewaltigen Wärmekapazität unserer Biomasse–Heizanlagen haben wir in den letzten Jahren im Ökostrombereich auch eine elektrische Leistung von mehr als 400 MW aufgebaut, die mit fester, flüssiger oder gasförmiger Biomasse betrieben wird und mit der Jahresproduktion den Bedarf von 700.000 Haushalten decken kann. Der große Vorteil der Biomasse–Ökostromanlagen ist, dass die Produktion der Anlagen bedarfsbezogen optimiert werden kann und damit auch im Winter mit besonders klimaschädlichen fossilen Energieträgern betriebene Kraftwerke ersetzt. Während bei Wasser– und Windkraft die unvorhersehbaren Kräfte der Natur das Produktionsmaximum bestimmen, kann die Biomasse nach Bedarf hochgefahren werden und ist damit ein absolut verlässlicher Partner in Krisensituationen", gab Wlodkowski zu bedenken. Daher müssten jetzt bei den Ökostromtarifen dringend für alle Technologien gute Rahmenbedingungen geschaffen werden, um einen weiteren Ausbau zu ermöglichen.
"Wir fordern daher die kontinuierliche Umsetzung effizienter Klimaschutzmaßnahmen im Inland, um den Ankauf von Emissionsrechten aus dem Ausland vermeiden zu können. Das Engagement im Bereich der Ökoenergie stärkt unsere Energie–Unabhängigkeit und schafft zusätzlich Arbeitsplätze. In Österreich würde der Umbau des Energiesystems zu mehr Effizienz und erneuerbaren Rohstoffen bis zu 80.000 neue Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig auch die heimische Wertschöpfung und Versorgungssicherheit erhöhen", ist Wlodkowski überzeugt.

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15.01.2010 | Autor*in: holler
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