Frauenpower für Afrikas Windenergie: Juliana Kainga übernimmt Leitung von GWEC Africa
Der Global Wind Energy Council hat Juliana Kainga zur neuen Direktorin für Afrika sowie der Africa WindPower (AWP)-Plattform ernannt. Damit setzt die Organisation ein starkes Zeichen für den weiteren Ausbau der Windenergie auf dem afrikanischen Kontinent, der sich in einer entscheidenden Phase der Energiewende befindet.
Kainga folgt auf Wangari Muchiri, die GWEC Africa fünf Jahre lang leitete. In dieser Zeit wuchs die installierte Windkraftleistung in Afrika von 6 auf 10 Gigawatt, während sich die Mobilisierung von Investitionen deutlich vervielfachte. Zudem wurde die regionale Zusammenarbeit gestärkt und neue Branchenstrukturen, etwa nationale Windenergieverbände, aufgebaut.
Die neue Direktorin bringt mehr als 15 Jahre Erfahrung aus der Energiebranche mit, unter anderem aus Führungspositionen bei GE, Enel Green Power und Vivo Energy. Sie gilt als ausgewiesene Expertin für Projektentwicklung und Finanzierung erneuerbarer Energien in Ost-, West- und Südafrika.
In ihrer neuen Rolle will Kainga vor allem bestehende Hürden beim Ausbau der Windenergie abbauen. Dazu zählen politische Rahmenbedingungen, Netzinfrastruktur und innovative Finanzierungsmodelle. Besonders hervor hebt sie das große ungenutzte Potenzial: Neben den bereits installierten 10 GW seien in Afrika rund 200 GW an geplanten Windprojekten in Entwicklung.
„Ich freue mich darauf, Investitionen zu mobilisieren, lokale Industrien zu stärken und das Windenergiepotenzial Afrikas zu erschließen“, so Kainga zu ihrem Amtsantritt.
„Afrika hat bisher Windkraftprojekte mit einer Leistung von 10 GW installiert, was ein beachtliches Wachstum der Windenergieerzeugung auf dem Kontinent in den letzten 5 Jahren darstellt.“
„Darüber hinaus gibt es in Afrika fast 200 GW geplanter Windkraftprojekte, die mit strukturellen Lücken in der Politik, der Netzinfrastruktur, alternativen Absatzwegen und innovativen Finanzierungsmechanismen konfrontiert sind, um diese Projekte in die Bau- und Betriebsphase zu überführen.“
Juliana Kainga, Direktorin – Windkraft Afrika, Globaler Windenergierat
QUelle: GWEC