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Fossiler Preisschock: Pellet-Haushalte sparen gegenüber Heizöl ein ganzes Monatsgehalt

16.03.2026

Die Preis-Schere am Energiemarkt hat im März ein neues Rekordniveau erreicht.

Doris Stikslpropellets.jpg
Doris Stiksl, Geschäftsführerin von proPellets Austria © proPellets Austria

Während der Preis für eine Tonne Holzpellets mit rund 406 Euro im Monatsvergleich stabil geblieben ist, ist Heizöl extraleicht im gleichen Zeitraum um 55 Prozent teurer geworden. Für Haushalte bedeutet das eine enorme Kostenlücke: Wer mit Pellets heizt, spart im Vergleich zu einer Ölheizung im Schnitt rund 2.387 Euro pro Jahr. Gegenüber einer Gasheizung liegt die Ersparnis sogar bei etwa 2.510 Euro.

Rechnerisch entspricht das einem zusätzlichen Netto-Monatsgehalt. Während Haushalte mit Öl- oder Gasheizungen diese Summe für fossile Brennstoffe ausgeben müssen, profitieren Pellet-Nutzerinnen und -Nutzer von deutlich niedrigeren Heizkosten.

„Noch nie war der finanzielle Unterschied zwischen fossilem und nachhaltigem Heizen so groß wie heute“, sagt Doris Stiksl, Geschäftsführerin von proPellets Austria. „Wir erleben derzeit eine historische Kluft: Fossile Brennstoffe verschlingen mittlerweile ein ganzes Monatsgehalt, während Pelletheizungen wie ein Schutzschild gegen die Teuerung wirken. Haushalte, die auf Pellets umsteigen, sparen Geld und investieren zugleich in heimische Wertschöpfung statt in internationale Krisenregionen.“


Versorgung mit Pellets aus Österreich gesichert
 

Auch die Versorgungssituation gilt als stabil. Im Jahr 2025 haben die 55 österreichischen Pelletierwerke erstmals mehr als zwei Millionen Tonnen Holzpellets produziert. Bei einem Inlandsverbrauch von rund 1,5 Millionen Tonnen bedeutet das, dass ausreichend Kapazitäten vorhanden sind, um den Bedarf langfristig zu decken. Pellets werden dabei überwiegend aus Nebenprodukten der heimischen Holzverarbeitung hergestellt. 


Forderung nach klarer Förderung für den Heizungstausch
 

Der Branchenverband sieht den aktuellen Preisschock als weiteren Beleg für die Risiken fossiler Abhängigkeiten und fordert politische Unterstützung für den Umstieg auf nachhaltige Heizsysteme. Dazu zählen insbesondere ausreichende Fördermittel für den Heizungstausch auch im Doppelbudget 2027/28, der Verzicht auf Anreize für neue fossile Heizsysteme sowie klare und verbindliche Zeitpläne für den Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen.
 

„Der dramatische fossile Preisschock zeigt einmal mehr, wie problematisch die Abhängigkeit von Öl und Erdgas ist und wie dringend die Wärmewende in Österreich gelingen muss“, betont Stiksl.

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