Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz

„Fossil of the Day„ für österreichische Delegation

07.12.2009

Peinlich: Österreich erhält internationalen Negativpreis für Blockade der Klima–Verhandlungen in Kopenhagen

© greenpeace
© greenpeace
Kopenhagen– Gleich am ersten Verhandlungstag bei der Weltklimakonferenz in Kopenhagen blockiert ausgerechnet das Klimaschlusslicht Europas, Österreich, die Mehrheit der EU–Länder für eine gemeinsame Position zur Anrechnung von Wald als Klimaschutzmaßnahme. Deshalb hat die österreichische Delegation heute gemeinsam mit jener von Finnland und Schweden, den „Fossil of the Day„ – Award für die stärkste Blockadepolitik verliehen bekommen. Dieser wird während des Klimagipfels täglich vom Climate Action Network (CAN) verliehen, in dem mehr als 500 internationale NGOs wie Greenpeace, WWF, oder Friends of the Earth (GLOBAL 2000) vertreten sind. "Österreich steht als Kyoto–Versager ohnehin schon peinlich genug da, dieser Preis ist der nächste traurige Tiefpunkt in der heimischen Klimapolitik. Damit steht Österreich am internationalen Klimapranger, mit Demonstrationen vor österreichischen Botschaften ist zu rechnen", so Greenpeace–Sprecher Bernhard Obermayr.
Greenpeace, WWF und GLOBAL 2000 rufen Minister Berlakovich dazu auf, persönlich dafür zu sorgen, dass Österreich hier sofort seine Haltung ändert und sich für eine ökologisch integre Position einsetzen, wie das viele EU–Länder wie die Niederlande, Belgien, oder Frankreich aktiv tun. Denn das Thema Waldschutz und Bodennutzung (LULUCF) ist in der alleinigen Verantwortung des Umweltministeriums und somit in jener von Minister Nikolaus Berlakovich. Zudem wird die österreichische Delegation in Kopenhagen vom Lebensministerium angeführt.
Konkreter Stein des Anstoßes ist die Anrechung der Emissionen aus Wald– und Bodennutzung. Österreich lehnt bessere Kontrollen von Schlupflöchern ab, wohl in erster Linie um zu bewirken, dass die Inlands–Treibhausgasbilanz aufgebessert werden kann. „Diese Schlupflöcher würden nicht nur die europäischen CO2–Einsparungsziele nach unten verwässern, sondern könnten auch negative Auswirkungen auf unsere Bemühungen in Kopenhagen zum Schutz der Tropenwälder haben„, befürchtet WWF–Experte Markus Niedermair.
"Um die eigene magere Treibhausgasbilanz zu verbessern, ist Österreich offensichtlich bereit, weltweit Verschlechterung in Kauf zu nehmen", kritisiert GLOBAL 2000–Klimaexperte Manuel Graf, "Österreich lehnt bessere Kontrollen von Schlupflöchern ab, um die massive Nutzung von Biomasse zu verstecken. Österreich betreibt somit Bilanzfälschung und ist zudem ein Bremsklotz für den internationalen Klimaschutz", meint Graf.
  • Drucken
  • Empfehlen
07.12.2009 | Autor*in: holler
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Spindelegger: "Wien als Knotenpunkt eines internationalen Energie–Netzwerks"

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

BP Heinz Fischer empfängt WWF–Sherpa–Delegation

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Donnerstag, 12. März 2026, 68.472 Artikel Online

Weitere Themen

  • Vertragsverletzungsverfahren: Österreich in drei Fällen säumig
  • Vogel des Jahres 2026: Kiebitz erfährt in Vorarlberg besonderen Schutz
  • Management-Expertin sieht „Bewährungsprobe für resiliente Lieferketten“ im Nahost-Krieg
  • Allwetter-Check für Wälder und Felder
  • Greenpeace-Recherche zeigt: Rund 14 Millionen Tonnen Rohöl in Tankern gefährden Ökosystem im persischen Golf
  • Ab sofort: Klimacheck für neue Bundesgesetze  
  • Straßenlärm kann bereits nach einer einzigen Nacht Herz-Kreislauf-System schädigen
  • Alarmstufe Rot: Die Erde heizt sich fast doppelt so schnell auf wie zuvor
  • Deutschland; 5,1 Milliarden Euro Gesundheitskosten durch Straßenverkehrslärm
  • NGOs kritisieren fehlende Verbindlichkeit im Industrial Accelerator Act
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.145 Artikel | Seite 1 von 1.515

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
© greenpeace

© greenpeace