FFG Forum 2026: Österreich will Forschung schneller in die Anwendung bringen
Mehr als 1.000 Teilnehmer:innen aus Politik, Wirtschaft und Forschung diskutierten über die technologischen Entwicklungen, die Österreich und Europa in den kommenden Jahren prägen werden. Im Zentrum standen Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien und Weltraumtechnologien, aber auch die Rahmenbedingungen für Start-ups, Spin-offs und den Zugang zu Kapital.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer betonte, Österreich könne nicht über möglichst niedrige Produktionskosten punkten, sondern müsse seine Stärke bei Know-how und Innovation ausspielen. Forschung und Wirtschaft müssten deshalb enger zusammenarbeiten, damit neue Technologien schneller in Produkte, Unternehmen und Märkte gelangen.
Auch Innovationsminister Peter Hanke sieht eine gezielte Schwerpunktsetzung als entscheidend. Mit der Schlüsseltechnologieoffensive sollen jene Bereiche gestärkt werden, in denen Österreich bereits gut aufgestellt ist oder das Potenzial für eine internationale Spitzenposition besitzt.
Dabei geht es nicht nur um wissenschaftliche Erfolge. Technologische Souveränität entsteht vor allem dann, wenn Forschungsergebnisse tatsächlich in wirtschaftliche Anwendungen übersetzt werden.
Die FFG will diesen Weg über die gesamte Innovationskette begleiten, von der Forschung über die Entwicklung bis zur Marktreife. FFG-Geschäftsführerinnen Henrietta Egerth und Karin Tausz verwiesen dabei auf die mittlerweile mehr als 20-jährige Tätigkeit der Forschungsförderungsgesellschaft.
Einblick in neue Ideen gab auch die Falling Walls Lab Vienna Pitch Session, bei der junge Innovator:innen ihre Projekte präsentierten. Das Publikum bestimmte per Live-Voting, wer Österreich beim internationalen Finale in Berlin vertreten wird.
Zum Abschluss rückte die Veranstaltung auch die Verbindung von Technologie und Kreativität in den Mittelpunkt. FashionTech-Designerin Anouk Wipprecht und Neurowissenschaftler Christoph Guger diskutierten über Wearables und neue Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine.
Das FFG Forum zeigte damit eine zentrale Herausforderung für Österreich: Nicht nur gute Forschung zu finanzieren, sondern aus wissenschaftlichen Ideen möglichst rasch Innovationen, Unternehmen und Wertschöpfung entstehen zu lassen.