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Europas Energie-Zukunft steht in Nickelsdorf: PÜSPÖK eröffnet Mega-Kraftwerk aus Wind, Sonne und Speicher

02.06.2026

Österreichs größter Batteriespeicher geht ans Netz – EIB und Erste Bank finanzieren Super-Hybrid-Park mit Millioneninvestitionen

v.l.n.r.  Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, Lukas Püspök - CEO PÜSPÖK, Gerda Holzinger-Burgstaller - Vorstandsvorsitzende Erste Bank, Karl Nehammer - EIB Vizepräsident.jpg
v.l.n.r.: Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, Lukas Püspök - CEO PÜSPÖK, Gerda Holzinger-Burgstaller - Vorstandsvorsitzende Erste Bank, Karl Nehammer - EIB Vizepräsident © PÜSPÖK/APA-Fotoservice/Maria Hollunder
Nickelsdorf - Mit einem der innovativsten Energieprojekte Europas setzt das Burgenland ein starkes Zeichen für die Energiewende. Der österreichische Stromproduzent PÜSPÖK hat in Nickelsdorf das derzeit zweitgrößte Super-Hybrid-Kraftwerk Europas errichtet. Die Anlage vereint Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeicher in einem integrierten System und gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen und energieunabhängigen Zukunft Österreichs.

Unterstützt wird das Projekt von der Europäischen Investitionsbank (EIB) und der Erste Bank. Allein für die aktuellen Ausbauvorhaben stellt die EIB 57 Millionen Euro bereit. Insgesamt beläuft sich ihr Engagement für PÜSPÖK-Projekte mittlerweile auf rund 200 Millionen Euro.


Drei Technologien, ein Kraftwerk

 

Der neue Super-Hybrid-Park kombiniert Windenergie, Agri-Photovoltaik und moderne Speichertechnologie über eine gemeinsame Infrastruktur. Dadurch kann erneuerbarer Strom effizienter erzeugt, gespeichert und ins Netz eingespeist werden. Das Zusammenspiel der Technologien sorgt für mehr Flexibilität im Stromsystem und ermöglicht eine bessere Nutzung bestehender Netzanschlüsse.
 

„Mit dem Super-Hybrid-Park in Nickelsdorf zeigen wir, wie die Energieversorgung der Zukunft funktioniert – erneuerbar, flexibel und unabhängig von fossilen Energieträgern“, betont PÜSPÖK-Geschäftsführer Lukas Püspök.
 

Besonders innovativ ist die Agri-Photovoltaik. Dabei werden Solarmodule über landwirtschaftlich genutzten Flächen installiert, sodass Stromproduktion und Landwirtschaft auf derselben Fläche stattfinden können. Das schont wertvolle Böden und schafft zusätzliche Einnahmemöglichkeiten für die Landwirtschaft.


Österreichs größter Batteriespeicher
 

Herzstück der neuen Anlage ist Österreichs größter Batteriespeicher. Mit seiner Inbetriebnahme erweitert PÜSPÖK die Möglichkeiten, Stromüberschüsse aus Wind und Sonne zwischenzuspeichern und bei Bedarf wieder ins Netz einzuspeisen. Über alle derzeit geplanten Projekte hinweg entstehen insgesamt 336,4 Megawatt-Peak Agri-Photovoltaik-Leistung sowie 246 Megawattstunden Speicherkapazität.

Die Zuschaltung des Batteriespeichers ist für Juni 2026 vorgesehen, die offizielle Inbetriebnahme soll im Juli erfolgen.
 

Schon heute versorgen die Wind- und Photovoltaikanlagen von PÜSPÖK mehr als 338.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie. Das Unternehmen betreibt 114 Windkraftanlagen und mehrere große Solarparks und erzeugt jährlich mehr als eine Terawattstunde Strom – rund zwei Prozent des österreichischen Stromverbrauchs.


Politische und wirtschaftliche Bedeutung

 

Bei einem Lokalaugenschein in Nickelsdorf machten sich EIB-Vizepräsident Karl Nehammer, Erste-Bank-Chefin Gerda Holzinger-Burgstaller, Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und Burgenlands Infrastruktur-Landesrat Heinrich Dorner ein Bild vom Projekt.
 

Für Nehammer ist die Anlage ein Vorzeigeprojekt für Europa: „Der Ausbau erneuerbarer Energien und moderner Speichertechnologien ist entscheidend für Europas Wettbewerbsfähigkeit, Energiesicherheit und Klimaziele. Die Kombination aus Windkraft, Photovoltaik und Speicher stärkt die Energieunabhängigkeit Europas und unterstützt den Übergang zu einer resilienten und klimaneutralen Wirtschaft.“
 

Auch die Erste Bank sieht in dem Projekt einen wichtigen Baustein für die Versorgungssicherheit. Vorstandsvorsitzende Gerda Holzinger-Burgstaller betonte, dass gezielte Investitionen in moderne Energieinfrastruktur entscheidend seien, um Dekarbonisierung und stabile Energieversorgung miteinander zu verbinden. 


Nächste Phase der Energiewende
 

Für Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner markiert das Projekt den Übergang in eine neue Phase der Energiewende. Künftig gehe es nicht mehr nur um den Ausbau erneuerbarer Erzeugung, sondern vor allem um deren intelligente Integration ins Stromsystem. Speichertechnologien würden dabei eine Schlüsselrolle übernehmen, um Versorgungssicherheit zu erhöhen, Netze zu entlasten und günstigen heimischen Strom dann bereitzustellen, wenn er benötigt wird.

 

Landesrat Heinrich Dorner verwies auf die langjährige Vorreiterrolle des Burgenlands beim Ausbau erneuerbarer Energien. Mit dem Super-Hybrid-Park werde ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität und Energieunabhängigkeit gesetzt.


Nickelsdorf ist erst der Anfang
 

Der neue Standort ist Teil der von PÜSPÖK entwickelten „Super-Hybrid-Strategie“. Ziel ist es, Energieparks zu schaffen, die erneuerbaren Strom weitgehend unabhängig von Wetter und Tageszeit verfügbar machen.
 

„Mit dem Start unseres ersten Batteriespeicherprojekts schließen wir den Kreis unserer Super-Hybrid-Strategie und schaffen ein echtes Zukunftskraftwerk“, sagt Lukas Püspök. Weitere kombinierte Energieparks in Gattendorf, Mönchhof und St. Andrä befinden sich bereits in Umsetzung und sollen in den kommenden Monaten schrittweise in Betrieb gehen.

 

Das Vorhaben wird im Rahmen des europäischen REPowerEU-Programms umgesetzt, das Europas Abhängigkeit von fossilen Energieimporten reduzieren und den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen soll.
 

Mit dem Super-Hybrid-Park von Nickelsdorf entsteht damit nicht nur ein neues Kraftwerk, sondern ein Modell für die Energieversorgung von morgen – und ein weiteres Kapitel in der Entwicklung des Burgenlands zu einer der wichtigsten Erneuerbaren-Energie-Regionen Europas.
 

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Unter den PV-Modulen weiden Schafe © PÜSPÖK/APA-Fotoservice/Maria Hollunder
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PV und Batteriespeicher © PÜSPÖK/APA-Fotoservice/Maria Hollunder
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Agri Photovoltaik © PÜSPÖK/APA-Fotoservice/Maria Hollunder

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02.06.2026 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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Unter den PV-Modulen weiden Schafe © PÜSPÖK/APA-Fotoservice/Maria Hollunder

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