Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien(current)2
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. weitere Energien

EU–Zertifizierungsrahmen zur Kohlenstoffentnahme ungenügend

03.06.2023

Vorschläge zur CO2–Entnahme dürfen Emissionsreduktion nicht verschleppen

© Pete Linforth pixabay.com /C02
© Pete Linforth pixabay.com /C02
Berlin – Elf Umweltorganisationen fordern in einem vor kurzem veröffentlichten Positionspapier substanzielle Nachbesserungen am EU–Zertifizierungsrahmen zur Kohlenstoffentnahme aus der Atmosphäre (Carbon Removal Certification Framework). Der Vorschlag der EU–Kommission, der Ende 2022 veröffentlicht wurde und aktuell in den Fachausschüssen des EU–Parlaments beraten wird, torpediere wichtige Fortschritte im Klima– und Naturschutz und gefährde die notwendige Transformation der Agrarsysteme in Europa. In ihrem Papier fordern die Umweltorganisationen unter anderem eine klare Begrenzung des Anwendungsbereichs und einen Vorrang von Emissionsvermeidung und –reduktion vor Kohlenstoffentnahme.
„Die Kohlenstoffentnahme aus der Atmosphäre darf nicht dazu genutzt werden, die dringend nötige Reduktion von Emissionen zu verschleppen. Der jetzige Kommissionsvorschlag birgt hingegen das Risiko, emissionsintensive Geschäftsmodelle über Zertifikate zur CO2–Entnahme– zu legitimieren und damit fossile Pfade dauerhaft zu zementieren“, kommentiert DNR–Geschäftsführer Florian Schöne.
In ihrem Positionspapier drängen die Organisationen auf substanzielle Verbesserungen des Kommissionsvorschlags. So müsse die CO2–Reduktion und –Vermeidung in jedem Fall Vorrang vor der CO2–Entnahme haben. Zusätzlich müssten die Anwendungsbereiche für die Kohlenstoffentnahme klar begrenzt, Kompensations–Zertifikate ausgeschlossen sowie die Dauerhaftigkeit und Haftung für die Kohlenstoffbindung gewährleistet werden. Die Kohlenstoffspeicherung in Produkten, ungeeignete landbasierten Praktiken wie Humuszertifikate sowie Bioenergie mit Kohlenstoffabscheidung und –Speicherung (BECCS) sollten zudem ausgeschlossen werden.
Neben den technischen Lücken im Kommissionsvorschlag kritisieren die Organisationen die Intransparenz bei der Entscheidungsfindung. So wurden wesentliche Fragen der Gesetzgebung zur Verwendung der Zertifikate, Regelungen zur Methodik für die Zertifizierung sowie Verfahren für Monitoring und Berichterstattung in eine geschlossene Expert*innengruppe ausgelagert. Außerdem sieht der Kommissionsvorschlag bislang vor, dass die EU–Kommission grundlegende Entscheidungen mittels intransparenter delegierter Rechtsakte erlassen darf.
Das gemeinsame Positionspapier steht hier zum Download bereit.
Unterstützerorganisationen:
Deutscher Naturschutzring (DNR), Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Bioland, Bodensee–Stiftung, BUND, Demeter, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Germanwatch, Institute for Agriculture and Trade Policy (IATP), NABU, WWF
  • Drucken
  • Empfehlen
03.06.2023 | Autor*in: holler
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

EEB: Viele EU–Länder haben keine verbindlichen Energiesparmaßnahmen

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Energieeffizienzgesetz: Eine vollends verpasste Chance für mehr Klimaschutz

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Montag, 15. Dezember 2025, 67.946 Artikel Online

Weitere Themen

  • Batterie-Revolution aus Baden-Württemberg: Silizium-Anoden sollen Energiedichte verdreifachen 
  • Einigung zum ElWG: Breite Zustimmung für neues Strommarktgesetz
  • Schneller laden durch unsichtbare Mini-Strömungen
  • Energiespartipps für festliche Stunden
  • Österreichs Haushalte setzen weiter auf Energiesparen – Interesse an „grüner“ Energie wächst leicht
  • E-Control veröffentlicht Energieeffizienz-Fortschrittsbericht 2025
  • Marktdurchbruch für Natrium-Batterien
  • Österreich setzt Maßstäbe bei Speichertechnologien
  • 16 Unternehmen für herausragende Energieeffizienz ausgezeichnet
  • TUM stellt Wärmeversorgung in Garching auf CO₂-neutrales System um
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
3.034 Artikel | Seite 1 von 304

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2025 oekonews.at
© Pete Linforth pixabay.com /C02

© Pete Linforth pixabay.com /C02