EU startet Plattform für mehr Wasserresilienz: Gemeinsam gegen Dürre und Wasserknappheit
Ziel ist die Umsetzung der europäischen Wasserresilienzstrategie zu beschleunigen und Europa besser auf zunehmende Wasserknappheit und extreme Wetterereignisse vorzubereiten.
Die Folgen von Hitze und Dürre sind in vielen Bereichen spürbar: Landwirtschaftliche Betriebe kämpfen mit sinkenden Wasserreserven, während auch Energieerzeuger ihre Produktion aufgrund fehlenden Wassers einschränken müssen. Die Sicherung der Wasserversorgung wird damit zu einer zentralen Herausforderung für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft.
Wassersparen und Wiederverwendung im Fokus
Die neue Plattform soll Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wassersektor, Wissenschaft, Zivilgesellschaft sowie nationalen, regionalen und lokalen Behörden zusammenbringen. Gemeinsam sollen Hindernisse bei der Umsetzung bestehender Maßnahmen identifiziert und praktische Lösungen entwickelt werden.
Zu den Schwerpunkten zählen Digitalisierung, effizientere Wassernutzung und die Beschleunigung der Wasserwiederverwendung. Entscheidend ist dabei, dass die Maßnahmen auf allen Ebenen umgesetzt werden und die Bedürfnisse der Bevölkerung ebenso berücksichtigen wie jene von Landwirtschaft und Wirtschaft.
„Dieser Sommer mit extremer Hitze und Dürre hat mehr denn je unterstrichen, wie grundlegend unsere Wasseragenda für die Steigerung unserer Widerstandsfähigkeit ist“, betonte EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall beim Start der Initiative.
Weitere Initiativen für Europas Wasserzukunft
Ergänzend zur Stakeholder-Plattform nimmt die Europäische Wasserakademie ihre Arbeit auf. Sie soll Fachwissen bündeln, die Vorbereitung auf Wasserkrisen verbessern und berufliche Kompetenzen im Wassersektor stärken.
Bereits Anfang September startete die Kommission zudem einen Investitionsbeschleuniger im Rahmen von Green Assist. Dieser soll 20 innovative Pilotprojekte unterstützen, die auf natürliche Wasserrückhaltung und höhere Wassereffizienz setzen.
Die EU verfolgt mit ihrer Wasserresilienzstrategie das Ziel, Europas Wasserversorgung langfristig zu sichern. Dafür braucht es nicht nur politische Vorgaben, sondern auch Investitionen, Innovationen und konkrete Maßnahmen vor Ort. Eine zentrale Voraussetzung bleibt die konsequente Umsetzung der europäischen Wassergesetzgebung.