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EU-Kommission korrigiert Bioenergie-Kurs

30.11.2025

Bioenergie wird zum bedeutendsten Energieträger Europas

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© Samuel Faber pixabay / Hackschnitzel
 Der Österreichische Biomasse-Verband begrüßt die  Veröffentlichung der neuen EU-Bioökonomie-Strategie, die den Beitrag der Bioenergie zur Energiesicherheit und ihrer Rolle bei der Förderung biobasierter zirkulärer Wertschöpfungsketten anerkennt.

„Im Vergleich mit der zuvor geleakten Version macht die EU-Kommission eine Kehrtwende hin zu Energieversorgungssicherheit sowie leistbaren Energiepreisen für Bevölkerung und Unternehmen. In Österreich und in vielen Regionen Europas zeigt sich das Potenzial der Bioökonomie für den Ersatz von Kohle, Öl und Erdgas. Holzheizungen und Fernwärme, die mit Nebenprodukten aus der Waldbewirtschaftung und der industriellen Holzverarbeitung befeuert werden, stellen in Österreich 43% der Raumwärme bereit. Das ist mehr als sämtliche Erdgas- und Erdölheizungen zusammen“, erklärt Franz Titschenbacher, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes. „Europas Bioökonomie kann nur gedeihen, wenn alle biobasierten Sektoren zusammenarbeiten. Die Anerkennung der Bedeutung der Bioenergie als Teil eines integrierten und effizienten Systems ist ein wichtiger Schritt, um gleichzeitig sicherzustellen, dass keine erneuerbaren Ressourcen verschwendet werden, die Energiesicherheit gewährleistet ist und regionale Wertschöpfung ermöglicht wird. Dadurch wird die Bioenergie europaweit zum wichtigsten erneuerbaren Energieträger.“ 


Regionale Wertschöpfung

Die Strategie verfolgt einen Systemansatz für die Nutzung von Biomasse und betont, dass biogene Nebenprodukte bzw. Reststoffe energetischen Anwendungen zugeführt werden sollen, um Energiesicherheit und Erschwinglichkeit von Energie zu gewährleisten. Dies spiegelt sich bereits in der Realität der europäischen Bioökonomie wider. In der gesamten EU stellen zirkuläre Wertschöpfungsketten bereits sicher, dass hochwertige Biomasse für Materialien verwendet wird, während Nebenprodukte in erneuerbare Energie umgewandelt werden, die die lokale Wertschöpfung unterstützt und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert.
 

In Kärnten liegt zum Beispiel der Anteil erneuerbarer Energie am Gesamtenergieverbrauch (also Wärme, Strom und Treibstoffe – getragen von Wasserkraft und Bioenergie) bei über 60%. Mit der Entscheidung der Kommission können auch Haushalte und kleine Betriebe künftig verstärkt von der Bioökonomie profitieren. „Es scheint sich auf europäischer Ebene zunehmend die Erkenntnis durchzusetzen, dass eine krisensichere, nachhaltige und günstige Brennstoffversorgung der Bevölkerung die Basis für die Bioökonomie und die Energiewende ist und diese nicht untereinander in Konkurrenz stehen. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Erkenntnis auch in der Gesetzes- und Verordnungsflut des Green Deals durchsetzt. Mit Bioenergie bekommen wir Erdöl- und Erdgasimporte schnell, nachhaltig und günstig aus unseren Wohnzimmern“, so Titschenbacher. 

Negativemissionen anerkannt
 

Die Anerkennung biogenen Kohlenstoffs und seines Potenzials zur dauerhaften Speicherung ist ein weiteres zukunftsweisendes Element. Die Strategie verknüpft dieses aufstrebende Feld mit dem EU-ETS und dem Innovationsfonds, spiegelt die wachsende Bedeutung von Bio-CCUS-Technologien für die Erreichung der Klimaneutralität wider und unterstützt Europas Führungsrolle im industriellen Kohlenstoffmanagement.

„Jetzt gilt es, die Kohärenz zwischen der Bioökonomie-Strategie, RED III und weiteren EU-Richtlinien zu erreichen. Denn Europas Bioökonomie kann nur erfolgreich sein, wenn Innovation, Nachhaltigkeit und regionale Stärken in Einklang gebracht werden. Die Bioökonomiestrategie schafft dafür eine Grundlage, auf der wir aufbauen können, und Bioenergie wird weiterhin die entscheidende Rolle für Europas Widerstandsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaambitionen spielen“, so Titschenbacher.

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