EU-Klima-Pakt als Vorbild für Bürgerbeteiligung ausgezeichnet
Der Europäische Klimapakt ist von der Europäischen Ombudsfrau mit gleich zwei Preisen für gute Verwaltung ausgezeichnet worden. Er erhielt sowohl den Preis für herausragende Bürger- und Zivilbeteiligung als auch den Publikumspreis, nachdem er in einer öffentlichen Abstimmung die meisten Stimmen erhalten hatte.
Die Auszeichnungen würdigen EU-Projekte, die eine gute Verwaltung fördern und einen positiven Beitrag zum Leben der Menschen in Europa leisten. Besonders hervorgehoben wurde beim Klimapakt seine Fähigkeit, Menschen, Gemeinden und Organisationen zusammenzubringen, um Klimaschutz auf lokaler Ebene praktisch umzusetzen und gleichzeitig den Austausch über EU-Klimapolitik zu stärken.
Seit seiner Einführung hat sich der Klimapakt zu einer europaweiten Bewegung entwickelt. Rund 1.200 Klimapakt-Botschafterinnen und -Botschafter sowie mehr als 100 Partnerorganisationen engagieren sich darin. Sie organisieren Veranstaltungen, unterstützen lokale Projekte und fördern den Dialog über Klimaschutz in ganz Europa. Allein im Jahr 2025 wurden 357 lokale Aktivitäten in den Mitgliedstaaten umgesetzt.
Die Initiative gewinnt vor dem Hintergrund zunehmend spürbarer Klimafolgen an Bedeutung. Häufigere Hitzewellen, Dürren und Waldbrände zeigen laut EU, wie wichtig konkrete Maßnahmen und gesellschaftliche Beteiligung sind. Der Klimapakt soll dabei helfen, Bewusstsein in praktisches Handeln zu übersetzen, indem Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Schulen und Gemeinden vernetzt werden.
Mit der Auszeichnung wird laut Europäischer Ombudsstelle das Engagement tausender Menschen gewürdigt, die in ganz Europa aktiv zur Reduktion von Emissionen und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel beitragen.