Erneuter Greenpeace–Protest gegen Pipeline durch Bratislava
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace protestierte gestern in Bratislava erneut gegen die OMV–Pläne, eine Ölpipeline von der slowakischen Hauptstadt direkt nach Schwechat zu errichten.
Die geplante Verbindung würde durch das Trinkwasserschutzgebiet der Stadt führen, was in der Slowakei selbst bereits zu zahlreichen Protesten geführt hat. Mit der heutigen Protestaktion erneuert Greenpeace die Forderung an die slowakische Regierung, diesem Projekt nun endgültig eine Absage zu erteilen.
Eine Mehrheit im slowakischen Parlament, das vergangene Woche neu gewählt wurde, lehnt die Errichtung dieser Pipeline ohnedies ab, und auch das slowakische Umweltministerium hat bereits eine negative Stellungnahme zu dem Projekt abgegeben. Eine konkrete Absage an die Ölpipeline durch Bratislavas Natura 2000–Region existiert allerdings bis heute nicht.
"Nicht Erdöl, sondern Trinkwasser ist unsere wesentlichste Lebensgrundlage", sagt Katerina Ventusová, Energiesprecherin von Greenpeace in der Slowakei. "Diese größte Trinkwasser–reserve Mitteleuropas darf einfach nicht für die Interessen der Ölindustrie aufs Spiel gesetzt werden, weshalb wir von der slowakischen Regierung endlich eine definitive Absage an das Projekt fordern", so Greenpeace–Sprecherin Ventusová.
Treibende Kraft hinter den Errichtungsplänen der Pipeline ist die OMV, die sich dadurch einen direkten Zugang zum russischen Leitungsnetz, und somit zu den sibirischen Ölfeldern, erhofft. Und das, obwohl die aktuelle Situation in Russland teilweise katastrophal ist: Experten schätzen, dass gleich drei bis sieben Prozent des geförderten Öls aus den abgewirt–schafteten Rohren unmittelbar in den Boden sickern. Offizielle Angaben dazu gibt es allerdings kaum, und so werden auch diese Probleme von der Ölindustrie bagatellisiert. Zum Opfer dieser Ölverschmutzung wird vor allem die Bevölkerung Sibiriens, die nach wie vor von der Rentierzucht, der Jagd und dem Fischfang lebt – und deren ursprünglicher Lebensraum von derÖlindustrie zusehends eingeengt wird.
"Eine Katastrophe wie derzeit im Golf von Mexiko findet auch in Sibirien statt, und das bereits seit vielen Jahren sowie in einem weitaus größeren Umfang", weiß Jurrien Westerhof, Energiesprecher von Greenpeace in Österreich. "Will die OMV ihr Öl also tatsächlich von dort beziehen, dann macht sie sich an dieser Umweltkatastrophe hinter dem Ural mitverantwortlich", so Westerhofs Anklage.
Unabhängig von all den direkten Bedrohungen durch die Transporte ist die Erdölproduktion und –nutzung selbstverständlich auch eine der Hauptursachen für den Klimawandel. Deshalb fordert Greenpeace einen möglichst raschen Ausstieg aus der Erdölverwendung, wobei als diesbezüglich erster Schritt gleich einmal auf die Pipeline zwischen Bratislava und Schwechat verzichtet werden muss.
Greenpeace–International Direktor, Kumi Naidoo, der derzeit in Wien ist, sieht die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko als Weckruf, endlich aus fossilen Energien auszusteigen. Mit einer Kombination aus erneuerbaren Energien und Energieeffizienz wäre dies kein Problem.
Die geplante Verbindung würde durch das Trinkwasserschutzgebiet der Stadt führen, was in der Slowakei selbst bereits zu zahlreichen Protesten geführt hat. Mit der heutigen Protestaktion erneuert Greenpeace die Forderung an die slowakische Regierung, diesem Projekt nun endgültig eine Absage zu erteilen.
Eine Mehrheit im slowakischen Parlament, das vergangene Woche neu gewählt wurde, lehnt die Errichtung dieser Pipeline ohnedies ab, und auch das slowakische Umweltministerium hat bereits eine negative Stellungnahme zu dem Projekt abgegeben. Eine konkrete Absage an die Ölpipeline durch Bratislavas Natura 2000–Region existiert allerdings bis heute nicht.
"Nicht Erdöl, sondern Trinkwasser ist unsere wesentlichste Lebensgrundlage", sagt Katerina Ventusová, Energiesprecherin von Greenpeace in der Slowakei. "Diese größte Trinkwasser–reserve Mitteleuropas darf einfach nicht für die Interessen der Ölindustrie aufs Spiel gesetzt werden, weshalb wir von der slowakischen Regierung endlich eine definitive Absage an das Projekt fordern", so Greenpeace–Sprecherin Ventusová.
Treibende Kraft hinter den Errichtungsplänen der Pipeline ist die OMV, die sich dadurch einen direkten Zugang zum russischen Leitungsnetz, und somit zu den sibirischen Ölfeldern, erhofft. Und das, obwohl die aktuelle Situation in Russland teilweise katastrophal ist: Experten schätzen, dass gleich drei bis sieben Prozent des geförderten Öls aus den abgewirt–schafteten Rohren unmittelbar in den Boden sickern. Offizielle Angaben dazu gibt es allerdings kaum, und so werden auch diese Probleme von der Ölindustrie bagatellisiert. Zum Opfer dieser Ölverschmutzung wird vor allem die Bevölkerung Sibiriens, die nach wie vor von der Rentierzucht, der Jagd und dem Fischfang lebt – und deren ursprünglicher Lebensraum von derÖlindustrie zusehends eingeengt wird.
"Eine Katastrophe wie derzeit im Golf von Mexiko findet auch in Sibirien statt, und das bereits seit vielen Jahren sowie in einem weitaus größeren Umfang", weiß Jurrien Westerhof, Energiesprecher von Greenpeace in Österreich. "Will die OMV ihr Öl also tatsächlich von dort beziehen, dann macht sie sich an dieser Umweltkatastrophe hinter dem Ural mitverantwortlich", so Westerhofs Anklage.
Unabhängig von all den direkten Bedrohungen durch die Transporte ist die Erdölproduktion und –nutzung selbstverständlich auch eine der Hauptursachen für den Klimawandel. Deshalb fordert Greenpeace einen möglichst raschen Ausstieg aus der Erdölverwendung, wobei als diesbezüglich erster Schritt gleich einmal auf die Pipeline zwischen Bratislava und Schwechat verzichtet werden muss.
Greenpeace–International Direktor, Kumi Naidoo, der derzeit in Wien ist, sieht die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko als Weckruf, endlich aus fossilen Energien auszusteigen. Mit einer Kombination aus erneuerbaren Energien und Energieeffizienz wäre dies kein Problem.