Erneuerbaren-Anteil sinkt: Ausbau muss wieder Fahrt aufnehmen
Die E-Control betont allerdings, dass das Ziel des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes, 100 Prozent erneuerbarer Strom bilanziell bis 2030, weiterhin erreichbar ist. Dafür müsse der Ausbau der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten jedoch weiter vorangetrieben werden.
Windkraft hinkt hinterher
Während Photovoltaik in den vergangenen Jahren zum zentralen Wachstumstreiber wurde, besteht bei anderen Technologien größerer Aufholbedarf. Besonders bei Windkraft, Wasserkraft und Biomasse liegt der Ausbau hinter den vorgesehenen Entwicklungspfaden. Die E-Control verweist zugleich auf die Bedeutung des Netzausbaus für die weitere Integration der erneuerbaren Stromerzeugung.
Der Grüne Energiesprecher Lukas Hammer sieht deshalb die Bundesregierung gefordert. Der Rückgang beim Erneuerbaren-Anteil zeige, wie wichtig ein rascher weiterer Ausbau sei. Insbesondere die Windkraft müsse stärker vorangetrieben werden.
„Grüner, sicherer und günstiger Heimatstrom aus Österreich“ sei die Alternative zu fossilen Energieimporten, so Hammer.
Die aktuellen Zahlen machen zugleich deutlich, wie stark Österreichs Stromerzeugung von den Wetterbedingungen abhängt. 2025 führten geringe Wasserstände und ein relativ kalter Winter zu einer deutlich schlechteren Importbilanz als im Vorjahr.
Damit bleibt der Ausbau von Photovoltaik, Windkraft und Speichern sowie der Stromnetze ein zentraler Faktor, um das österreichische 2030-Ziel tatsächlich zu erreichen.