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Enormes Potenzial: Gesunde Ernährung ist stärkster Hebel für den Klimaschutz

26.02.2026

Verein KlimaVOR! betont positive Folgen für Umwelt und Gesellschaft

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Bodenpflege durch Gemüseanbau: Zahlreiche Gemüsesorten, Kartoffeln, Getreide und Hülsenfrüchte finden in Vorarlberg beste Bedingungen vor. © Erik Pedersen-Broger/Vetterhof

Bregenz – Klimaschutz geht durch den Magen: je geringer der Fleischkonsum, desto besser für Mensch, Natur und Staatshaushalt. Der Verein KlimaVOR!  plädiert deswegen für bewusste, vegetarische und vegane Ernährung – und liefert gleich Rezepte mit. Schon die Reduktion des Fleischverzehrs auf die wissenschaftlich empfohlenen 16 Kilogramm pro Person und Jahr würde allein in Vorarlberg jährlich rund 200.000 Tonnen CO2 einsparen – und gleichzeitig das Gesundheitssystem massiv entlasten. Schon heute könnte Vorarlberg den gesunden Bedarf mit hochwertigem Fleisch aus der Region abdecken – und auf Billig-Importe verzichten.

 

„Beim Fleischkonsum ist weniger mehr: global, individuell und auf lange Sicht. Wenn wir uns mit der gesunden Menge begnügen, gewinnen wir Lebensqualität dazu. Wir sparen Milliarden im System und schonen unseren Lebensraum“, betont Ernährungswissenschaftlerin und KlimaVOR!-Mitglied Angelika Stöckler. Ein geringerer Fleischkonsum bringt laut Studien mehr als zehn gesunde Lebensjahre und ist eine Investition in die Zukunft. „Klimaschutz bedeutet für uns meist E-Mobilität, Wärmepumpen und Erneuerbare Energie. Da sind wir schon auf einem guten Weg. Was eine bewusste, vegetarische oder vegane Ernährung für die CO2-Bilanz bewirken kann, ist jedoch kaum bekannt“, sagt KlimaVOR!-Obmann Christof Drexel.
 

Qualität aus Vorarlberg statt Billig-Importe


Die Wissenschaft empfiehlt jährlich den Verzehr von 16 Kilogramm Fleisch pro Person. In Österreich beträgt der Durchschnitt derzeit 58 Kilogramm – Tendenz leicht sinkend. Zum Welternährungstag am 16. Oktober wagt KlimaVOR! das Gedankenexperiment: Was wäre, wenn wir in Vorarlberg nur so viel Fleisch essen würden, wie für uns gut ist? „16 statt 58 Kilogramm spart Pi mal Daumen etwa 200.000 Tonnen CO2 im Jahr. Das ist mehr als der Gasverbrauch aller Gebäude ohne Industrie“, rechnet Drexel vor. Und das ist noch nicht alles: Mit einem aktuellen Selbstversorgungsgrad von 20 Prozent könnte der gesamte Fleischbedarf aus der Region bezogen werden. „Lieber weniger Fleisch und dafür beste Qualität aus dem Ländle. Das ist schon jetzt machbar“, bemerkt Drexel. Der Genuss kommt dabei nicht zu kurz, wie viele vegetarische und vegane Speisen beweisen. KlimaVOR! sammelt ab sofort auf der Website Rezepte, inklusive CO2-Fußabdruck.

 

Landwirtschaft für die Menschen


Laut UN-Bericht leiden rund 673 Millionen Menschen unter Hunger. Neben Konflikten, wirtschaftlichen Krisen und wachsender Ungleichheit zählt die UN die Folgen extremer Wetter- und Klimaereignisse sowie den Artenverlust zu den Gründen. Als massiver Treiber für die globale Erwärmung verstärkt der fleischorientierte Nahrungsmittelsektor das Problem zusätzlich. Er verursacht rund ein Drittel der globalen Treibhausgas-Emissionen. Beinahe 80 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen werden weltweit für die Fleisch- und Futtermittelproduktion verwendet. Dabei gehen enorme Mengen Eiweiß, Energie und Naturraum verloren. Mit den pflanzlichen Nahrungsmitteln könnte der Welthunger deutlich schneller und effizienter verringert werden.

 

Leistbare Lebensmittel


Gesunde Ernährung ist klimafreundlicher und auch leistbarer. Das beweisen die Kochabende der Projektreihe „Einfach Machen“ der Initiatoren aus Energieinstitut, Haus am Katzenturm, Cipra und Kairos. „Der Blick auf die Rechnung zeigt, dass regionale, saisonale, biologische und pflanzliche Produkte preislich eine echte Alternative zu Fastfood, Fertigprodukten und Billigfleisch aus Massentierhaltung sind. Geschmacklich sowieso“, betont Martin Strele von Kairos. „Preisgünstig kochen – einfach genießen“ stellt alltagstaugliche Gerichte mit wenigen Zutaten und einfachen Rezepten vor.  Ein 3-stündige Kochabend kann über die Plattform www.einfachmachen.community  gebucht werden.

 

Mehr Infos: www.klimavor.at

 

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26.02.2026 | Autor*in: Wolfgang J.Pucher
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Bodenpflege durch Gemüseanbau: Zahlreiche Gemüsesorten, Kartoffeln, Getreide und Hülsenfrüchte finden in Vorarlberg beste Bedingungen vor. © Erik Pedersen-Broger/Vetterhof