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Energie- und Mobilitätswende – nur was für Männer?

08.03.2025

Frauen sind heute beim Zugang zu klimafreundlichem Wohnen und klimafreundlicher Mobilität benachteiligt.

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Frau © No-longer-here pixabay.com

Bei den Kosten für Wärme, Strom und Mobilität sind Frauen finanziell stärker belastet als Männer, besonders wenn sie zur Miete wohnen. Das betrifft insbesondere alleinerziehende Mütter und Rentnerinnen, aber auch Frauen in anderen Lebenssituationen.

Gezielte Unterstützungsmaßnahmen für Haushalte mit geringem oder mittlerem Einkommen können demnach Frauen zugutekommen, da sie mehrheitlich solchen Haushalten vorstehen. Dazu gehört die Sanierung älterer Mehrfamilienhäuser und die Heizungsumstellung auf erneuerbare Energien ebenso wie vergünstigte Angebote für den öffentlichen Nahverkehr, den Frauen ebenfalls überproportional nutzen.

Diese und weitere Ergebnisse zur geschlechtergerechten Gestaltung der Energie- und Mobilitätswende stellt das Öko-Institut im Rahmen einer Expertise für den Vierten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung vor.

„Die Belastungsunterschiede zwischen Männern und Frauen können sich bei der weiteren Umsetzung der Energie- und Mobilitätswende noch verstärken, insbesondere durch den künftig weiter steigenden CO2-Preis“, betont Tanja Kenkmann, Energieexpertin und Projektleiterin am Öko-Institut. „Um hier für einen fairen Ausgleich zu sorgen, muss es auch für einkommensschwache Haushalte möglich sein, den Verbrauch fossiler Energieträger zu reduzieren und verstärkt klimafreundliche Mobilität zu nutzen.“

Kostenbelastungen beim Wohnen und bei der Mobilität unterschiedlich

Alleinlebende und alleinerziehende Frauen haben höhere Wohnkosten als Männer oder Paare. So zahlen alleinlebende Frauen mehr als sieben Prozent ihres Einkommens allein für Heizung und Strom, alleinerziehende Mütter sogar knapp acht Prozent, und das bei deutlich geringerem Einkommen. Bei alleinlebenden Männern sind es bei höheren Einkommen weniger als sechs Prozent. Somit sind zwar die absoluten Ausgaben für Miete, Strom und Heizung bei Frauen geringer, weil sie häufiger in kleineren Wohnungen leben – unterm Strich bleibt ihnen jedoch deutlich weniger am Monatsende.

Auch bei den Mobilitätsmustern zeigen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So wenden Väter deutlich mehr Zeit für dienstliche Wege auf, Mütter dagegen für Hol- und Bringdienste sowie für Einkäufe und Erledigungen. Dabei nutzen Frauen häufiger Bus und Bahn (19 Prozent) oder gehen zu Fuß (24 Prozent) als Männer (16 und 18 Prozent). Demzufolge haben Männer im Schnitt höhere Mobilitätskosten, allerdings bei höheren Einkommen. Alleinerziehende Mütter dagegen können sich 2,5-mal so häufig kein Auto leisten wie die Haushalte der Gesamtbevölkerung.

Sozial benachteiligte Haushalte unterstützen heißt: Frauen entlasten

Eine wesentliche Möglichkeit, um sozial benachteiligte Haushalte, darunter alleinerziehende Eltern und insbesondere Frauen sowie alleinwohnende Seniorinnen, besser zu stellen, ist die energetische Sanierung von Mietwohnungen. Diese Gruppen wohnen überproportional häufig in Mietwohnungen und profitieren daher direkt durch Energieeinsparungen, die nach Sanierung und Heizungsumstellung zu Buche schlagen, sofern die Kaltmiete nach der Sanierung nicht zu stark ansteigt. Der Kaltmietenanstieg kann durch gezielte Förderung limitiert werden.

Auch andere Fördermaßnahmen für Haushalte mit wenig Einkommen, wie Stromsparberatung im Haushalt und Förderung beim Austausch von Geräten mit einem hohen Stromverbrauch oder auch Zuschüsse für Geringverdiener*innen beim Leasing von Elektrofahrzeugen, kommen direkt bei Frauen an.

 

Umfangreiche  Projektergebnisse zum sozialen, klimafreundlichen und flächeneffizienten Wohnen bietet die Website wohnen.oeko.info des Öko-Instituts.

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Frau © No-longer-here pixabay.com