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Ein Jahr Wiederherstellungsverordnung

18.06.2025

Naturschutzbund erklärt 17. Juni zum „Tag der Renaturierung“

WasserschutzTraisen.jpg.jpg
Renaturierungsprojekt an der Traisen © Verbund

Österreich - Vor genau einem Jahr, am 17. Juni 2024, wurde mit dem Beschluss des Nature Restoration Law (NRL) ein bedeutender Meilenstein für den europäischen Naturschutz gesetzt. Die entscheidende Stimme Österreichs im Umweltrat der Europäischen Union ebnete damals den Weg für dieses wegweisende Gesetz zur Wiederherstellung der Natur in Europa. Der Naturschutzbund erklärt den morgigen 17. Juni deshalb zum „Tag der Renaturierung“ – als Erinnerung an diese wichtige Weichenstellung und als Impuls, den begonnenen Weg konsequent weiterzugehen.

Bis 2030 müssen laut Verordnung auf mindestens 20 Prozent der geschädigten Land- und Meeresflächen der EU Wiederherstellungsmaßnahmen gestartet werden – ein ambitioniertes Ziel, bei dem auch Österreich gefordert ist. Derzeit erarbeiten Bund und Länder einen nationalen Wiederherstellungsplan, der bis spätestens September 2026 der Europäischen Kommission vorgelegt werden muss.

Expertise des Naturschutzbundes aktiv einbinden

„Damit dieser Plan Wirkung entfaltet, braucht es die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten – und die Einbindung unserer jahrzehntelangen Erfahrung bei der Wiederherstellung und Bewahrung der Natur“, betont Thomas Wrbka, Präsident des Naturschutzbundes. „Mit unserem Know-how aus mehr als 100 Jahren Einsatz für Natur- und Artenschutz sowie fast 2.550 eigenen Flächen leisten wir bereits einen wichtigen Beitrag zur Wiederherstellung der Natur. Dieses Wissen stellen wir gerne zur Verfügung.“

Erfolg braucht Unterstützung, Beteiligung und Finanzierung

Die Umsetzung der Wiederherstellungsverordnung wird nur gelingen, wenn sie politisch klar unterstützt, öffentlich mitgetragen und ausreichend finanziert wird. „Renaturierung darf kein Lippenbekenntnis bleiben. Vor allem braucht sie ausreichend Ressourcen für die Bundesländer und auf Bundesebene. Genauso auch für NGOs, die hier Wertvolles leisten. Eine solide finanzielle Basis, auch durch Mittel der EU, ist dringend nötig“, so Wrbka.

Der Naturschutzbund appelliert an die Politik, Grundbesitzende und die gesamte Gesellschaft, diesen Weg entschlossen mitzugehen. „Das NRL muss Veränderung bewirken – es ist eine historische Chance für die Natur in Europa. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, kann diese Chance genutzt werden“, so Wrbka.

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