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E-Auto für alle? Mehrheit der Deutschen befürwortet staatlich gefördertes Social Leasing

16.06.2025

Umfrage von Carwow zeigt, dass Leasingmodelle wie in Frankreich auf breite Zustimmung stoßen

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© Volkswagen / ID.3 Elektroauto

 

München – Das französische Modell des „Social Leasing“ für Elektroautos stößt auch in Deutschland auf große Zustimmung. Eine aktuelle Umfrage des Online-Marktplatzes Carwow zeigt: Die Mehrheit der Autokäufer wünscht sich staatlich subventionierte Leasingmodelle, um den Zugang zur Elektromobilität breiter und sozial gerechter zu gestalten.
 

Mehrheit für staatlich gefördertes E-Leasing
 

Laut Carwow würden 55 % der befragten Nutzerinnen und Nutzer ein E-Auto leasen, wenn die monatlichen Kosten durch staatliche Zuschüsse spürbar gesenkt würden. Besonders bemerkenswert: 58 % sprechen sich für eine Förderung aus, die allen offensteht – unabhängig vom Einkommen. Lediglich 42 % befürworten eine Begrenzung auf einkommensschwächere Haushalte.
 

150-Euro-Grenze als Schmerzpunkt
 

Ein zentrales Ergebnis der Umfrage betrifft die Preisbereitschaft: 45 % der Befragten wären bereit, über 150 Euro monatlich für ein subventioniertes Leasingangebot zu zahlen. Weitere 25 % würden zwischen 120 und 150 Euro akzeptieren. Monatliche Kosten unter 100 Euro gelten hingegen als unrealistisch – nur eine Minderheit rechnet mit derart niedrigen Raten.
 

Frankreich als Vorbild – politische Debatte in Deutschland
 

In Frankreich übernimmt der Staat bis zu 27 % des Fahrzeugpreises, wodurch Leasingraten von unter 100 Euro möglich werden. Auch in Deutschland fordern CDU-Europaabgeordnete wie Peter Liese und Dennis Radtke ein ähnliches Modell – mit dem Ziel, insbesondere Menschen mit einem Jahreseinkommen unter 43.750 Euro den Zugang zu emissionsfreier Mobilität zu erleichtern.
 

Privatnutzer im Fokus statt nur Firmenflotten
 

Kritik an der bisherigen Förderpolitik kommt von Philipp Sayler von Amende, Geschäftsführer von Carwow Deutschland: „Die geplante Sonderabschreibung für gewerbliche E-Fahrzeuge geht am Kern des Problems vorbei.“ Er verweist auf die Umfrageergebnisse: „70 % der deutschen Autofahrer wünschen sich neue staatliche Anreize für E-Autos, 67 % sagen sogar, dass dies ihre Kaufentscheidung konkret beeinflussen würde.“ Sayler betont: „Das sind keine Firmenkunden, sondern private Autofahrer, die bislang durchs Raster fallen.“
 

Mobilitätswende braucht soziale Breite
 

Damit Elektromobilität vom Nischen- zum Massenmarkt wird, müsse die Förderung laut Sayler von Amende neu gedacht werden: „E-Autos dürfen kein Luxusprodukt für Wohlhabende bleiben. Nur mit sozial gerechter Förderung kann die Bundesregierung ihre Klimaziele erreichen und echte Veränderung auf den Straßen bewirken.“

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