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Doppelt so viel Wohlstand bei weniger Energieverbrauch: Neuer ETC-Bericht zeigt, wie es geht

28.10.2025

Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein: Die Welt könnte ihr Bruttoinlandsprodukt bis 2050 mehr als verdoppeln  und gleichzeitig den Energieverbrauch um fast ein Viertel senken.

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© PIRO4D pixabay.com

 

LONDON  -  Genau das zeigt ein neues Briefing der Energy Transitions Commission (ETC), das jetzt unter dem Titel „Energy Productivity: Increasing efficiency in an expanded, electrified energy system“ erschienen ist.
 

Der Bericht entwirft ein Szenario, in dem Elektrifizierung, Effizienz und intelligente Ressourcennutzung den Schlüssel zu einer wohlhabenderen und zugleich klimafreundlicheren Zukunft bilden. 

 

  • „Wir stehen vor einer einmaligen Chance, Wohlstand zu schaffen und dabei weniger Energie zu verbrauchen“, sagt Adair Turner, Vorsitzender der Energy Transitions Commission. „Wenn Regierungen jetzt handeln, kann sich der globale Wohlstand bis Mitte des Jahrhunderts verdoppeln – mit insgesamt weniger Energieeinsatz.“  


Was Energieproduktivität wirklich bedeutet 

Energieproduktivität beschreibt, wie viel wirtschaftlicher Wert aus einer Einheit Energie gewonnen wird. Der ETC-Bericht macht deutlich: Je effizienter Strom genutzt und fossile Brennstoffe ersetzt werden, desto höher fällt diese Produktivität aus.

Elektroautos, Wärmepumpen, effiziente Haushaltsgeräte oder Recycling  -  all das sind Bausteine einer globalen Effizienzrevolution. So verwandeln Elektroautos bis zu dreimal mehr Energie in Bewegung als Benzinfahrzeuge, Wärmepumpen liefern drei- bis viermal mehr Wärme pro Energieeinheit als Gasheizungen, und das Schmelzen von Aluminium aus recyceltem Material spart rund 90 % der Energie gegenüber der Neuproduktion. 

 

Mehr Komfort, weniger Verbrauch 

Trotz wachsender Nachfrage nach Mobilität, Kühlung und industriellen Gütern muss der Energiehunger der Welt nicht steigen. Im Gegenteil: Laut ETC könnte der Endenergieverbrauch bis 2050 um 24 %, der Primärenergieverbrauch sogar um 36 % sinken – selbst wenn Auto-, Flug- und Wohnraumnutzung deutlich zunehmen. 
 

  • „Elektrifizierung und Effizienz sind die beiden Motoren einer wettbewerbsfähigen Zukunft“, betont Jean-Pascal Tricoire, Vorstandschef von Schneider Electric. „Die Technologien dafür sind längst da – wir müssen sie nur konsequent einsetzen.“ 


COP-Ziele: Verdoppelung der Effizienzsteigerungen gefordert 

Bereits auf der Klimakonferenz COP28 hatten sich die Länder verpflichtet, die jährliche Steigerung der Energieeffizienz bis 2030 von 2 % auf 4 % zu verdoppeln. Der neue ETC-Bericht zeigt nun konkret, wie dieses Ziel erreicht werden kann – und warum es entscheidend ist, das Tempo für mindestens zwei Jahrzehnte zu halten.
 

  • „Eine Verdoppelung der weltweiten Energieeffizienzsteigerung ist absolut machbar“, sagt Brian Motherway von der International Energy Agency (IEA). „Das bedeutet: schnelle Elektrifizierung, bessere Geräte, Recycling und entschlossene politische Maßnahmen.“ 


Politik, Wirtschaft und Verbraucher sind gefragt 

Um das Potenzial voll auszuschöpfen, braucht es laut ETC koordinierte Maßnahmen auf allen Ebenen:

  • Regierungen müssen mit klaren Standards, Förderprogrammen und Investitionsanreizen den Rahmen setzen.

  • Unternehmen sollten verstärkt auf Elektrifizierung, Recycling und smarte Produktionstechnologien setzen.

  • Verbraucher können durch den Umstieg auf effiziente Geräte, Wärmepumpen oder E-Fahrzeuge direkt beitragen.

Gerade in Regionen mit kaltem Klima – etwa Europa, Kanada oder Nordchina – hat der Austausch von Gasheizungen gegen Wärmepumpen höchste Priorität. In Schwellen- und Tropenländern wiederum geht es um energieeffiziente Kühlung und den Ersatz traditioneller Biomasse durch saubere Kochsysteme – mit enormen Gesundheits- und Effizienzgewinnen. 

 

Der Ausblick: Wohlstand ohne Wachstumszwang beim Energieverbrauch 

Der Bericht kommt zu einem klaren Schluss: Wirtschaftswachstum muss nicht länger mit höherem Energieverbrauch einhergehen.
Wenn die Welt konsequent auf Elektrifizierung, Effizienz und Kreislaufwirtschaft setzt, kann sie nicht nur ihre Klimaziele erreichen, sondern auch mehr Lebensqualität schaffen – bei weniger Ressourcenverbrauch. 
 

  • „Wir können mehr mit weniger erreichen – das ist die neue Logik des Fortschritts“, fasst Turner zusammen.
 


Mehr Informationen:
Das vollständige Briefing „Energy Productivity: Increasing efficiency in an expanded, electrified energy system“ steht unter
energy-transitions.org/publications/energy-productivity
zum Download bereit.

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