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Die wahre Strompreisbremse heißt Ausbau Erneuerbarer Energie

12.01.2026

Wirkliche Entlastung kommt nicht durch neues Elektrizitätswirtschaftsgesetz

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© EEÖ
Die Debatte rund um das kürzlich beschlossene österreichische Elektrizitätswirtschaftsgesetz war von Begriffen, Etiketten und politischem Marketing geprägt. Ob „Billigstromgesetz“, „Günstiger‑Strom‑Gesetz“ oder doch eine andere Bezeichnung – die Parteien konnten sich kaum darauf einigen, wie groß die entlastende Wirkung des Gesetzes für Kundinnen und Kunden tatsächlich sein wird. Einig war man sich lediglich in einem Punkt: Es braucht ein klares Signal an Haushalte, Gewerbe und Industrie, dass Strom in Zukunft leistbarer werden soll.

Bei allem Verständnis für zugespitzte Botschaften wird dabei jedoch oft der Blick auf eine einfache, aber zentrale Tatsache verstellt. Die wirksamste und nachhaltigste Maßnahme zur Senkung der Strompreise ist nicht ein Name, nicht ein kurzfristiger Eingriff – sondern der konsequente Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung.
 

Erneuerbare senken den Preis messbar 

Wie stark der Zusammenhang zwischen Strompreis und Erneuerbarenanteil ist, zeigt ein Blick auf den sogenannten Day‑Ahead‑Strompreis in Österreich. Dieser Preis wird an der Strombörse für jede einzelne Viertelstunde des Folgetages durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Stromerzeuger und Verbraucher melden ihre erwarteten Mengen jeweils bis Mittag an, daraus errechnet die Börse den Marktpreis (Market Clearing Price) für jede Viertelstunde des nächsten Tages.
 

Setzt man diesen Preis in Beziehung zum Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion, ergibt sich ein klares Bild: Je höher der Anteil von Wasserkraft, Windenergie, Photovoltaik und Biomasse, desto niedriger ist der Strompreis.
 

Ein Prozent mehr – ein Euro weniger 

Über alle Viertelstunden des Jahres 2025 hinweg – vom 1. Jänner bis zum 14. Dezember – lässt sich dieser Effekt eindeutig quantifizieren. Im Durchschnitt sinkt der Preis für elektrische Energie um rund einen Euro pro Megawattstunde, wenn der Anteil erneuerbarer Stromproduktion um ein Prozent steigt.

Das ist kein theoretischer Zusammenhang, sondern täglich an der Börse beobachtbare Realität. Tage mit hoher erneuerbarer Einspeisung führen zu deutlich niedrigeren Preisen, während geringe Erneuerbarenanteile die Abhängigkeit von teureren, meist fossilen Kraftwerken erhöhen – und damit den Strompreis nach oben treiben.
 

Nachhaltige Entlastung statt kurzfristiger Maßnahmen 

Damit wird klar: Wer Strompreise dauerhaft senken will, muss an der Erzeugungsseite ansetzen. Förderungen, Preisbremsen oder gesetzliche Etiketten können kurzfristig entlasten, ändern aber nichts an den grundlegenden Mechanismen des Strommarktes. Der Ausbau erneuerbarer Energien hingegen wirkt direkt, dauerhaft und systemisch.

Er senkt nicht nur die Preise, sondern stärkt gleichzeitig die Versorgungssicherheit, reduziert Importabhängigkeiten und unterstützt die Klimaziele. Jede zusätzliche Windkraftanlage, jede neue Photovoltaikfläche und jede modernisierte Wasserkraftanlage ist damit auch ein Beitrag zu leistbarer Energie.


Die eigentliche Botschaft 

Wenn Politik glaubwürdig signalisieren will, dass Strom in Zukunft günstiger wird, dann braucht es weniger Namensdebatten und mehr Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien. Die wahre Strompreisbremse liegt nicht im Gesetzestitel, sondern in Kilowattstunden aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse. Alles andere bleibt bestenfalls ein Begleitinstrument – aber nicht die Lösung des Problems.

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