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Die Lobau–Autobahn wird ins Wohngebiet münden!

13.07.2004

Im Bereich Biberhaufenweg, Aspern, Essling wird einige Jahre lang die Hölle los sein

ja © Photo: Rettet–die–Lobau, Hertenberger
ja © Photo: Rettet–die–Lobau, Hertenberger
Damit sind wir bereits beim nächsten Thema: Die ÖSAG schreibt es nicht sehr deutlich auf ihren Unterlagen, aber wenn man genau nachliest oder direkt nachfragt, erfährt man die ganze Wahrheit: Jene Autobahn, die Schwechat entlang der Panozzalacke über den Roten Hiasl mit dem Knoten Kaisermühlen verbindet, wird bereits etwa 2010 fertig. Der lange Tunnel von Schwechat durch die Lobau nach Essling, sowie die Autobahn durch die Wohngebiete hinauf nach Süssenbrunn wird jedoch erst zwei bis vier Jahre später fertig !!!
Dies bedeutet, dass jahrelang der gesamte Schwerverkehr, die Lastwagen, die Pendlerkolonnen vom Süden Wiens Richtung Donaustadt nicht über die Praterbrücke und die S2 (Stadlau, etc) fahren, sondern über die Lobauautobahn zum Autobahnanschluss Biberhaufenweg, von wo sie sich durch einen unvorstellbaren täglichen Stau am Biberhaufenweg Richtung Aspern, Essling, etc. quälen. Aus der derzeitigen Verkehrshölle wird eine noch viel schlimmere Verkehrshölle.
Da die Umfahrungen von Grossenzersdorf, Essling und Aspern zu diesem Zeitpunkt möglicherweise noch nicht fertig sind (ihre Planungen verlaufen derzeit langsamer als jene der Lobauautobahn), strömt der gesamte Verkehr durch die Ortskerne. Ein Experte aus dem Umfeld der ÖSAG teilte uns dazu vergangene Woche mit „Das ist sicher ein Problem! Da wird man sich etwas einfallen lassen müssen!„ Konkreteres fiel ihm dazu offenbar nicht ein. Während aus dem Westen vom Bereich Biberhaufenweg Verkehrskolonnen anrollen, wird während dieser Jahre östlich oder westlich von Essling der Baulärm der Autobahngrossbaustellen in den Wohngebieten für Lärm, Staub und LKW–Kolonnen sorgen. Sämtliche Autobahntrassen nördlich der Lobau werden nicht als Tunnel gebohrt, sondern in offener Bauweise als Grossbaustelle hergestellt. Der gesamte Aushub wird vermutlich über LKW–Kolonnen durch die Ortskerne abtransportiert. Dipl.Ing. Engleder von der MA18 redet den Bewohnern jedoch unbeirrt ein, dass diese Autobahnen quer durch die Donaustadt Lebensqualität bedeutet. Möglicherweise glaubt er einstweilen sogar selbst dran, haben wir den Eindruck.
Lassen Sie sich das gefallen? Oder Sie engagieren sich!. Helfen wir alle zusammen, diese herrliche Lobau–Wildnis, dieses wundervolle Freizeitparadies für uns und für unsere Kinder zu erhalten!!!

Links

  • Möglichkeiten, um sich für die Lobau und gegen die Lobau–Autobahn zu engagieren

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13.07.2004 | Autor*in: pawek
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