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Die "dumme" Industrie am Beispiel Italien

18.03.2026

Energiewende ist und war privat, danach gewerblich

PV-Anlagen auf Halle Ferrowohlen.jpg
© Ferrowohlen
In Rimini, Italien, fand vor kurzem die alljährlich wichtigste Energiewende-Messe statt, die KEY 2026. In einer der Vortragsreihen wurde präsentiert, dass die Kosten für die Eigenproduktion von Strom in Industriebetrieben (meist auf den Hallendächern) zu Kosten von 4 bis 5 ct/kWh machbar sind (siehe Link unten).
 Wobei sich die gegebene Strompreisvolatilität für Unternehmen um bis zu 70 % verringert.


Die Stromwende ist vor rund  drei Jahrzehnten aus privaten und KMU-Initiativen entstanden. Und bis heute macht, relativ gesehen im Vergleich zum privaten und  zum KMU-Sektor, der Industriesektor die geringsten Fortschritte. Dabei liegen die ökonomischen Vorteile seit Jahren unzweifelhaft auf der Hand, sowohl in der energieintensiven als auch in der nicht-energieintensiven Industrie. Betrachten wir die vergangenen Jahre: Ukraine- und jetzt Irankrieg.


Die wahre Volatilität von Energiepreisen generieren die fossilen Energien!
Vergleichweise untergeordnet sind es die wetterbedingten Preisschwankungen aus Wind-, Solar- und Wasserkraftwerken. Welche im Übrigen durch moderne Wetterprognoseverfahren zu weit über 80 % 24 Stunden im Voraus identifiziert und gemanagt werden können!


Durchschnittlich amortisieren sich Investitionen in industrielle Photovoltaikanlagen inklusive Batterie-Pufferspeicher in 3 bis 7 Jahren, bei einer Lebensdauer der Anlage von 25 Jahren oder mehr.

Die automatisierten Reflexe der Industrie widerstehen jedoch bislang allen Energiewende-Fortschritten. Jammern und Fordern überwiegen, nämlich von der Politik immer noch mehr von den vielen Ausnahmen und Privilegien bei Energiepreisen zu erwirken. Aktuell wollen sie, dass die CO2-Zertifikatepreise ausgesetzt werden.


Da fragt man sich allen Ernstes: "Wann, Industrielle aller Länder, vereinigt ihr Euch und profitiert endlich von den Kostenvorteilen und von der Unabhängigkeit, die gratis vom Himmel scheint?"
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18.03.2026 | Autor*in: Fritz Binder-Krieglstein
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