Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie(current)2
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ersatz fossiler Energie
20260608 oekonews Banner

Die Atomlobby bittet zur Kasse

22.06.2025

Dass mit Atomkraft sehr wohl erhebliche Mengen an CO2 produziert werden und dazu weitere Reaktoren auf Jahrzehnte gesehen nicht parat sind, scheint nicht in manche Köpfe vordringen zu können.

KIPIC Atomkraftteuer.png
Atomkraft ist sauteuer © KI Generiert & oekonews
Es wäre ansonsten unmöglich, dass immer wieder aufs Neue Atomenergie als Beitrag zur Energiewende in Betracht gezogen wird. Beim Anti Atom Komitee in Freistadt kann man diese Gedankengänge nicht nachvollziehen. 
Anstelle Atomkraft allein von diesem Gesichtspunkt aus in Frage zu stellen, wird bei der Europäischen Kommission eifrig gerechnet, wie hoch die benötigten Mittel wären und kommt gleich auf Investitionen in der Höhe von 241 Mrd. Euro, die von den Mitgliedsstaaten getragen werden müssen. Das betrifft vorwiegend den Ausbau.

Aufgrund des enormen Alters der bestehenden Atomanlagen müssen jedoch auch Renovierung oder Stilllegung und weiters die Entsorgung von Atommüll in Betracht gezogen werden. Damit könnten auch 770 Mrd. zusammenkommen.

Atomkraft ist für private Investoren nicht attraktiv und somit ist klar, wer die Kosten zu tragen hat. Man sucht neue Wege. Bislang wurden Atomanlagen nicht direkt aus dem EU-Haushalt finanziert, das soll nun rasch geändert werden. Jede Verzögerung dabei würde ja, dieser Logik folgend, schließlich zu weiteren Kosten führen.


„Wir wissen von den vergangenen Atomprojekten, dass die veranschlagten Kosten regelmäßig um ein Vielfaches überschritten wurden und können uns ausmalen, wie die finanzielle Realität aussehen und was das für den Ausbau der Erneuerbaren bedeuten würde“,
meint Gerold Wagner. „Die Atomkraft hat keinen Anteil an der Energiewende, diese könnte im Gegenteil daran scheitern. Der massive Abfluss von Kapital würde sicher auch andere Bereiche treffen.“


Damit aber nicht genug: Auch die Weltbank, bei der besonders die USA Einfluss haben, möchte das Verbot der Finanzierung von Atomprojekten aufheben. Damit soll vor allem Entwicklungsländern geholfen werden, den wachsenden Strombedarf zu decken. Was sich im ersten Moment vielleicht oberflächlich betrachtet, lobenswert anhört, ist tatsächlich an Zynismus kaum zu überbieten.
Atomkraft als teuerste Form der Energiegewinnung ist auch für Industrieländer schwierig zu finanzieren. Wie sollen dann ärmere Länder in der Lage sein, für Kosten und Folgekosten aufzukommen?

Wieder zur Sprache kommen auch die sogenannten SMR, also Phantomreaktoren, die noch gar nicht verfügbar sind. Geliefert hingegen würden sofort Abhängigkeiten und wahrscheinlich auch das Problem mit Atommüll. – Für das Anti Atom Komitee ist das eine neue Form von Kolonialismus.

„Wenn tatsächlich der Wille bestünde, diesen Ländern zu helfen, wäre das beispielsweise ohne Umwege mit Solarmodulen und etwas Speicher, leichter und um Größenordnungen günstiger, zu erreichen. – In den entlegensten Gebieten. Dafür wäre vorerst auch nicht gleich ein großes leistungsfähiges Stromnetz nötig “, äußert sich dazu Manfred Doppler.
Die IAEA, die Internationale Atomenergieorganisation, die auch bei diesem Vorhaben wieder die Finger im Spiel hat, lässt dabei anscheinend auch völlig außer Acht, dass in Entwicklungsstaaten nicht immer stabile politische Verhältnisse herrschen und die Gefahr groß ist, dass radioaktives Material in die falschen Hände gerät. Schon jetzt scheitert sie an einer ihrer Kernaufgaben – siehe Ukraine oder Iran – für mehr nukleare Sicherheit zu sorgen. Es geht offensichtlich nicht um benötigte Energie, sondern einzig darum, AKWs zu verkaufen.
  • Drucken
  • Empfehlen
22.06.2025
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Studie zu Strombedarf: Erneuerbare Ausbauziele einhalten, Strompreise senken!

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Iran: Bomben auch auf Atomkraftanlagen

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Freitag, 12. Juni 2026, 69.368 Artikel Online

Weitere Themen

  • 40 Jahre Urananreicherungsanlage Gronau: Umweltverbände fordern sofortige Stilllegung
  • Geplante LNG-Anlegestelle in Brunsbüttel gefährdet Menschen und Umwelt: Deutsche Umwelthilfe leitet rechtliche Schritte ein
  • Abhängigkeit von Öl und Gas: Budgetrede liefert richtige Diagnose, aber schwache Therapie
  • Energiebranche drängt auf Beschluss des EABG: „Energiezukunft jetzt sichern“
  • Nationalrat beschließt  Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz
  • Doppelbudget: Geringe Fortschritte für Wärmewende, trotz Bekenntnis zur Schlüsselrolle für Wohlstand
  • Schneider Electric: „Trägheit ist Europas größtes Energierisiko”
  • AKW-Laufzeiten bis zu 80 Jahre: Der Schweizer Bundesrat setzt auf ein riskantes Szenario
  • Greenpeace protestiert gegen mögliche Rückkehr zur Atomkraft in der Schweiz
  • Schweizer AKW bleiben auf Russland angewiesen
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
13.229 Artikel | Seite 1 von 1.323

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
KIPIC Atomkraftteuer.png

Atomkraft ist sauteuer © KI Generiert & oekonews