Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz
oekonews banner

Deutscher Ärztetag: Warnung vor den gesundheitlichen Risiken des Klimawandels

30.10.2021

Der menschengemachte Klimawandel bedroht schon heute große Teile der Bevölkerung. In seinen Dimensionen überschreitet er die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und stellt gleichzeitig die medizinischen Erfolge der vergangenen hundert Jahre in Frage

© Avtar Kamani  pixabay.com
© Avtar Kamani pixabay.com
Berlin - Auf dem 125. Deutschen Ärztetag am 1. und 2. November hat das Thema deshalb höchste Priorität. Die MedizinerInnen senden damit zeitgleich mit den Klimaverhandlungen in Glasgow (COP26) ein klares Signal in die Koalitionsverhandlungen und die Öffentlichkeit.
Hitzewellen und andere extreme Wetterereignisse, neuartige Krankheitserreger, veränderte Vegetationszeiten mit verlängertem Pollenflug, Nahrungsunsicherheit – die Klimakrise wirkt sich auf viele Weisen negativ auf die Gesundheit aus. Trotzdem haben Politik und Gesellschaft bisher kaum auf diese Bedrohung reagiert. „Deutschland ist nicht ausreichend auf die Gefahren vorbereitet“, kritisiert Maike Voß von der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG). Die Gesundheitswissenschaftlerin und KLUG-Geschäftsführerin präsentierte gestern einen „Policy Brief für Deutschland,“ der parallel zu der jährlichen Bestandsaufnahme des internationalen Lancet-Countdown-Berichts veröffentlicht wurde.
Der gemeinsam von Bundesärztekammer und Charité, dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, dem Helmholzzentrum München und Lancet Countdown vorgestellte Report zeigt, dass nur wenige Kommunen und Kliniken die dringend notwendigen Hitzeaktionspläne, die schon seit vielen Jahren gefordert werden, umgesetzt haben. „Die Umsetzung muss auf kommunaler Ebene passieren, die Voraussetzungen dafür müssen aber Länder und Bund schaffen. Sie müssen durch Anpassung von Gesetzen dafür sorgen, dass Zuständigkeiten und Aufgaben klar sind“ sagt Martin Herrmann, Mediziner und Vorstandsvorsitzender von KLUG. Auch die hohen CO2-Emissionen des Gesundheitssystems (ca. 5 Prozent des Gesamtausstoßes) seien nicht gesunken.
In einem Beschlussantrag wird gefordert, dass das deutsche Gesundheitssystem bis 2035 klimaneutral sein soll. „Vorbild könnte der britische National Health Service sein“, erklärt Christian Schulz, Arzt und KLUG-Geschäftsführer. „Dort werden bereits große Anstrengungen unternommen, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen.“ Die Reaktionen auf die Klimakrise müssten Teil der vom Präsidenten des Ärztetages, Klaus Reinhardt, geforderten „echten Strukturreformen im Bereich des Öffentlichen Gesundheitsdienstes“ sein.
In Punkt 11 eines Forderungskatalogs, den der Deutsche Ärztetag bezüglich dringend notweniger gesetzlicher Regelungen an die künftige Regierung stellt, heißt es deshalb „Die Klimakrise macht krank – Gesundheitswesen auf Folgen der Erderwärmung vorbereiten!“ Wie ernst die Lage ist und was unbedingt getan werden muss, werden Sylvia Hartmann, stellvertretende Vorsitzende von KLUG, und Sabine Gabrysch, Professorin für Klimawandel und Gesundheit an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und Ko-Leiterin der Abteilung für Klimaresilienz am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung e. V. auf dem Ärztetag vortragen.
  • Drucken
  • Empfehlen
30.10.2021 | Autor*in: holler
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

COP26: Ankündigungen alleine werden das Klima nicht retten

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Erntebilanz Steiermark: Landwirtschaft leidet sehr unter verschärftem Klimawandel

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Freitag, 16. Oktober 2026, 70.409 Artikel Online

Weitere Themen

  • Klimapolitik verändert die Weltwirtschaft: Wer gewinnt, wer verliert?
  • Albaniens Flamingo-Revolution: Europas wertvolle Küstenwildnis unter Druck
  • Europas Elektroschrott wächst rasant: Österreich und Deutschland gehören zu den Spitzenverbrauchern
  • Klima Kompakt: BMLUK bietet Plattform für Klima-Wissen
  • Wasser und Salz statt Chemie: Neue Hygienetechnologie wird im Burgenland getestet
  • 47.000 Zigarettenstummel und eine klare Botschaft an Wien
  • Bayerns Klimaziel vor dem Aus: Treibhausgas-Ausstoß könnte sich bis 2045 fast verdoppeln
  • Klimarisiken werden zum Standortfaktor: Neue Beratung unterstützt Niederösterreichs Betriebe
  • Grün statt günstig: Jede:r vierte Secondhand-Käufer:in in Österreich kauft der Umwelt zuliebe
  • Asphalt raus, Grün rein: Vorarlberg zeigt, wie Entsiegeln in der Praxis geht
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.703 Artikel | Seite 1 von 1.571

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
© Avtar Kamani  pixabay.com

© Avtar Kamani pixabay.com