CCS ist teure Scheinlösung – Milliarden in echte Klimaschutzmaßnahmen statt CO₂-Endlager
Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace „CCS ist keine Klimaschutz-Lösung, sondern eine extrem teure Scheinlösung mit Ablaufdatum. Statt Milliarden in eine Technologie zu stecken, die das Problem auf die nächste Generation verschiebt, muss die Bundesregierung dafür sorgen, dass die klimaschädlichen Emissionen heute und hier reduziert werden.“
CCS als teure Scheinlösung
Die Investitionssummen in die CCS-Technologie sind enorm: Das Umweltbundesamt rechnet bis 2040 mit rund 10,7 Milliarden Euro für Abscheideanlagen und CO₂-Infrastruktur. Hinzu kommt ein hoher Energiebedarf: „Es ist absurd, viel Geld und wertvolle erneuerbare Energie dafür zu verschwenden, CO₂ mit hohem Aufwand einzufangen, zu transportieren und zu lagern, statt dafür zu sorgen, dass überhaupt weniger CO₂ ausgestoßen wird. Viel sinnvoller ist es, das Geld in die Sanierung, erneuerbare Wärme und sauberen Strom zu stecken“, so Duregger.
Unsichere Lagerung & unklare Haftung
Greenpeace kritisiert zudem die offenen Fragen bei langfristiger Lagerung und Haftung. Wenn die heimischen Lagerstätten ausgeschöpft sind, müsste CO₂ zunehmend ins Ausland transportiert und dort gespeichert werden. Wer für Leckagen haftet, die Speicher über Jahrzehnte überwacht und mögliche Folgekosten trägt, bleibt unklar. „Wir dürfen kein milliardenschweres Entsorgungsproblem schaffen, dessen Folgen am Ende die Allgemeinheit und kommende Generationen tragen müssen. Echte Klimapolitik packt das Problem an der Wurzel: Gebäude länger nutzen, sanieren, Heizungen tauschen, Recycling und erneuerbare Energie ausbauen“, sagt Duregger.