BUND kritisiert neues Gebäudemodernisierungsgesetz scharf
BERLIN - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) übt deutliche Kritik am neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das nun im Kabinett beschlossen wurde. BUND-Vorsitzender Olaf Bandt spricht von einem „klimapolitischen Tiefpunkt“ und einem „Triumph für die Gas-Lobby“.
Nach Ansicht des Umweltverbands ermöglicht das Gesetz weiterhin den Einbau klimaschädlicher Gas- und Ölheizungen und schwäche zentrale Vorgaben der Wärmewende ab. Besonders kritisiert wird die geplante Abschaffung der bisherigen 65-Prozent-Regel für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen. Zudem fehle ein klarer gesetzlicher Fahrplan zur Klimaneutralität bis 2045.
Der BUND warnt außerdem vor steigenden Kosten für Mieterinnen und Mieter. Die vorgesehene stärkere Nutzung sogenannter „grüner Brennstoffe“ wie Biomethan sei teuer und nicht nachhaltig verfügbar. Ein ausreichender Schutz vor den entstehenden Mehrkosten sei nicht gegeben.
Statt auf fossile Energien zu setzen, fordert der Verband einen konsequenten Ausbau klimaneutraler Lösungen wie Wärmepumpen und Wärmenetze. Nur mit erneuerbaren Energien, höherer Energieeffizienz und einer sozialen Sanierungsoffensive könne Deutschland seine Klimaziele erreichen, so der BUND.