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BRZ legt seineNachhaltigkeitsbilanz vor: Green IT, Vielfalt und klare Governance im Fokus

04.08.2026

Der neue ESG-Bericht des Bundesrechenzentrums zeigt, wie ökologische, soziale und unternehmerische Verantwortung im digitalen Betrieb der öffentlichen Verwaltung verankert werden soll.

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© BRZ
Wien - Das Bundesrechenzentrum (BRZ) hat seinen ESG-Bericht für das Berichtsjahr 2025 veröffentlicht. Darin gibt das Unternehmen Einblick in seine Entwicklung in den Bereichen Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) und zeigt Maßnahmen auf, mit denen Nachhaltigkeit zunehmend in den eigenen Strukturen und im IT-Betrieb verankert wird.

Rechenzentren als Hebel für mehr Energieeffizienz

Ein Schwerpunkt des Berichts liegt auf dem Bereich Green IT. Das BRZ setzt bereits seit Jahren auf einen energieeffizienteren und ressourcenschonenderen IT-Betrieb. Die beiden Hauptstandorte werden seit 2015 zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgt.

2025 lag der Stromverbrauch bei rund 17.300 MWh. Der Server-Virtualisierungsgrad erreichte 91 Prozent, der PUE-Wert – eine zentrale Kennzahl für die Energieeffizienz von Rechenzentren – lag bei 1,43. Durch die Optimierung des Rechenzentrumsbetriebs konnte die Stromaufnahme gegenüber früheren Systemgenerationen über die Jahre um rund 55 Prozent reduziert werden.

Für das Berichtsjahr weist das BRZ insgesamt 17.183,02 Tonnen CO₂-Äquivalente an Treibhausgasemissionen aus. Auch bei der Mobilität setzt das Unternehmen auf klimafreundliche Angebote: Für Mitarbeiter:innen stehen unter anderem zwölf Pkw-Ladestationen und Leihräder zur Verfügung.
 

1.822 Beschäftigte aus 39 Nationen

Auch die soziale Dimension der Nachhaltigkeit nimmt im ESG-Bericht einen breiten Raum ein. 2025 beschäftigte das BRZ 1.822 Mitarbeiter:innen aus 39 Nationen. Der Frauenanteil lag bei 24,7 Prozent.

Beim Thema Arbeitgeberattraktivität konnte das Bundesrechenzentrum ebenfalls punkten: Im Best-Recruiters-Ranking 2025/26 erreichte das Unternehmen den ersten Platz sowohl in der Gesamtwertung als auch in der Branchenwertung.

Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt Mitte 2026 bekräftigte das BRZ zudem sein Engagement für Diversität und Chancengleichheit. Soziale Nachhaltigkeit wird dabei nicht nur als interne Aufgabe verstanden, sondern auch als wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen und zukunftsfähigen Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung.
 

Nachhaltigkeit als Teil der Unternehmenssteuerung

Die dritte Säule des ESG-Berichts bildet die Unternehmensführung. Das BRZ setzt dabei auf klare Compliance-Strukturen, Vorgaben zur Korruptionsprävention sowie interne Regeln für den Umgang mit rechtlichen und ethischen Anforderungen.

Organisatorisch ist das Thema Nachhaltigkeit in einer eigenen Stabsstelle im Bereich Finance & Legal angesiedelt. Geschäftsführung, Aufsichtsrat, ESG-Management, ESG-Kernteam und ESG-Themenverantwortliche tragen gemeinsam Verantwortung für die Umsetzung.

Bereits 2024 führte das BRZ erstmals eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse durch. Damit sollen jene Nachhaltigkeitsthemen identifiziert werden, die sowohl für die Auswirkungen des Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft als auch für die wirtschaftliche Entwicklung des BRZ besonders relevant sind.

Der ESG-Bericht zeigt: Für einen zentralen IT-Dienstleister der öffentlichen Verwaltung ist Nachhaltigkeit  mehr als eine Frage des Energieverbrauchs. Energieeffiziente Rechenzentren, verantwortungsvolle Personalpolitik, Diversität und transparente Unternehmensführung werden immer mehr ebensp zu Bausteinen einer nachhaltigen digitalen Infrastruktur.

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