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Britischer SMR-Plan: Hohe Risiken hinter der Mini-Atomoffensive

19.11.2025

London setzt auf kleine modulare Reaktoren:  Kritiker warnen  jedoch vor Sicherheitslücken, vehementen Kostenrisiken und energiepolitischer Abhängigkeit.

SMR.png
© Ki gen
Die britische Regierung will auf der walisischen Insel Anglesey ihren ersten kleinen modularen Reaktor (SMR) errichten  und verkauft das Projekt als schnellen Beitrag zu Energiesicherheit und Klimaschutz. Doch Fachleute und Umweltorganisationen warnen: Die Mini-Atommeiler sind alles andere als eine Wunderwaffe.

Der SMR soll auf dem Gelände des früheren Atomkraftwerks Wylfa entstehen und vom Rüstungskonzern Rolls-Royce entwickelt werden. Die Regierung setzt darauf, dass SMR-Blöcke schneller gebaut werden können als klassische Atomkraftwerke, die oft Jahrzehnte Verzögerung aufweisen. Bis 2030 sollen die ersten Anlagen Strom liefern.

Doch genau diese Versprechungen gelten in der Fachwelt als höchst fragwürdig. Bisher existieren weltweit kaum realisierte SMR-Projekte und jene, die begonnen wurden, leiden unter massivsten Kostenexplosionen. Auch in Großbritannien gibt es keine marktreifen Designs, geschweige denn genehmigte Serienfertigungen. Die reale Bauzeit dürfte daher weit über den  wahrscheinlich viel zu optimistischen Regierungsangaben liegen.
 

Transatlantischer Streit und sicherheitspolitische Bedenken 

Die Entscheidung zugunsten eines britischen SMR hat außerdem  diplomatische Spannungen mit den USA ausgelöst. Washington hatte den Bau eines großen Westinghouse-Reaktors favorisiert und wirft London vor, energiepolitische Risiken in Kauf zu nehmen. Hinter den Kulissen wächst die Sorge, dass die britische Strategie die Zusammenarbeit bei Sicherheits- und Geheimdienstfragen belasten könnte.
 

Offene Fragen zu Sicherheit und Atommüll

Trotz politischer Rückendeckung bleiben fundamentale Risiken ungelöst: 
SMR produzieren denselben problematischen Atommüll wie große Reaktoren – nur in mehr, dezentral verteilten Anlagen. 
Das Sicherheitsniveau kleiner Reaktoren ist umstritten, da Notfallsysteme im Kleinformat weniger Redundanz bieten. 
Der Standort Wylfa gilt wegen Küstenerosion und Extremwetter als potenziell gefährdet, was den langfristigen Betrieb zusätzlich infrage stellt.
 

Lokale Jobs und politischer Druck

Rund 3.000 neue Arbeitsplätze verspricht die Regierung für Nordwales. Das könnte damit zusammenhängen,  dass die Labourparty hier zuletzt Stimmen verloren hat. Kritiker sehen darin ein politisch motiviertes Prestigeprojekt, das Risiken vollends ausblendet und falsche Hoffnungen schürt.

Während zwei große Atomkraftwerke im Land bereits im Bau sind (Hinkley Point C und Sizewell C), bleibt unklar, wie realistisch die SMR-Pläne tatsächlich sind und wer dann für Kostenüberschreitungen haften wird.

Für viele Energieexperten ist klar:  Die britische SMR-Strategie ist  eigentlich absolut kein Klimaschutzprogramm, sondern eine teure Hochrisikowette auf unbewiesene Technologie.

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