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Bleckwandhütte neu eröffnet: Nachhaltiges Hüttenprojekt über dem Wolfgangsee

25.08.2026

Sanierte Bleckwandhütte zeigt was möglich ist

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Das Dach der Bleckwandhütte ist mit Photovoltaik bedeckt und liefert 98% des Stroms der Hütte. © Martin Bankhammer Naturfreunde Bad Ischl
Nach eineinhalb Jahren Bauzeit ist die generalsanierte Bleckwandhütte der Naturfreunde Bad Ischl wieder geöffnet. Rund 2,2 Millionen Euro flossen in die Modernisierung. Mit Pflanzenkläranlage, großen Wasserspeichern und einer nahezu vollständig erneuerbaren Energieversorgung soll die Hütte fit für die kommenden Jahrzehnte sein.

Auf 1.340 Metern Seehöhe ist die Bleckwandhütte hoch über dem Wolfgangsee  feierten die Naturfreunde Bad Ischl im Juli die Wiedereröffnung der umfassend sanierten Hütte. Das Projekt verbindet moderne Technik mit nachhaltigen Lösungen und außergewöhnlichem ehrenamtlichem Einsatz.
 

Seit dem Spatenstich im September 2024 wurden insgesamt rund 2,2 Millionen Euro investiert. Davon kamen nach Angaben der Naturfreunde 1,45 Millionen Euro von Bund und EU. Weitere Mittel stellten die Naturfreunde Österreich und die Ortsgruppe Bad Ischl bereit.
 

Pflanzenkläranlage und 84.000 Liter Wasserspeicher

 

Eine zentrale Rolle bei der Sanierung spielte die ökologische Infrastruktur. Eine moderne Pflanzenkläranlage übernimmt künftig die biologische Reinigung des Abwassers. Das gereinigte Wasser wird anschließend wieder dem natürlichen Kreislauf zugeführt.
 

Auch die Wasserversorgung wurde neu aufgestellt. Zwei Speicherbehälter mit jeweils 42.000 Litern Fassungsvermögen sichern die Versorgung der Hütte – insgesamt stehen damit 84.000 Liter Speicherkapazität zur Verfügung.
 

Bei der Energieversorgung setzt die Bleckwandhütte fast vollständig auf Sonnenstrom. Eine Photovoltaikanlage deckt 98 Prozent des Energiebedarfs ab. Für Notfälle steht zusätzlich ein Notstromaggregat bereit. 

 Haustechnik, Sanitäranlagen, Küche sowie Zimmer und Schlafplätze wurden ebenfalls erneuert.
 

Altes Holz wird zu neuem Leben erweckt

 

Nachhaltigkeit beschränkt sich dabei nicht auf die technische Ausstattung. Beim Umbau wurde auch auf Wiederverwendung gesetzt. Das Holz des ehemaligen Hüttendachs wurde sorgfältig aufgearbeitet und anschließend in der Gaststube wiederverwendet.
 

Damit verbindet die neue Bleckwandhütte moderne Infrastruktur mit einem möglichst schonenden Umgang mit Ressourcen und dem sensiblen alpinen Naturraum.
 

Bauen auf 1.340 Metern

 

Die Sanierung war allerdings nicht nur finanziell, sondern auch logistisch eine Herausforderung. Die Hütte ist für schwere Fahrzeuge nicht erreichbar. Baumaterialien, Maschinen und technische Anlagen mussten deshalb größtenteils per Hubschrauber auf den Berg gebracht werden.
 

Selbst große Bauteile wie die Wasserbehälter oder Elemente der Pflanzenkläranlage wurden aus der Luft angeliefert und anschließend vor Ort händisch eingebaut. Wetterumschwünge und die schwierigen Bedingungen auf der Bergbaustelle machten eine präzise Planung und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten notwendig.
 

3.500 Stunden ehrenamtliche Arbeit

 

Eine wesentliche Säule des Projekts war das Ehrenamt. Rund 160 freiwillige Helferinnen und Helfer leisteten insgesamt mehr als 3.500 ehrenamtliche Arbeitsstunden.
 

„Ohne Ehrenamt wären solche Projekte nicht umsetzbar“, betonte Naturfreunde-Vorsitzender Andreas Schieder bei der Eröffnung. Auch Staatssekretärin Elisabeth Zehetner würdigte den Einsatz: „Die ehrenamtliche Arbeit“ sei neben der finanziellen Unterstützung ein wesentlicher Teil des Projekts.
 

Unterstützung kam  außerdem von zahlreichen regionalen Unternehmen, die ihre Fachkenntnisse unter den besonderen Bedingungen einer alpinen Baustelle einbrachten.
 

Fit für die Zukunft

 

Mit ihrem Panoramablick auf Wolfgangsee und Schafberg zählt die Bleckwandhütte seit Jahrzehnten zu den beliebten Wanderzielen im Salzkammergut. Nach der Sanierung soll sie nun nicht nur mehr Komfort bieten, sondern vor allem langfristig nachhaltig betrieben werden können.
 

Die Kombination aus Photovoltaik, Wasserspeicherung, biologischer Abwasserreinigung, Wiederverwendung von Baumaterialien und ehrenamtlichem Engagement macht die generalsanierte Hütte zu einem bemerkenswerten Beispiel dafür, wie alpine Infrastruktur an die Herausforderungen von Klimawandel und Ressourcenknappheit angepasst werden kann.
 

„Wir haben eine tolle Hütte mit einem super Team und freuen uns auf viele Bergerlebnisse auf der Bleckwandhütte, hoch über dem Wolfgangsee“, sagt Andreas De Bettin, Vorsitzender der Naturfreunde Oberösterreich.

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Da die Hütte nicht mit schweren Fahrzeugen erreichbar ist, mussten Baumaterialien, Maschinen und technische Anlagen nahezu vollständig per Hubschrauber transportiert werden. Große Bauteile wie Wasserbehälter oder Elemente der Pflanzenkläranlage wurden aus der Luft angeliefert und anschließend händisch eingebaut. © Naturfreunde Bad Ischl

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