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Berlin: Greenpeace demonstriert mit schmelzenden Eisfiguren für besseren Hitze- und Klimaschutz

31.08.2026

15.800 Menschen in Deutschland laut RKI in diesem Extremsommer vorzeitig gestorben

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Mit vier schmelzenden Eisfiguren wurde für besseren Hitze- und Klimaschutz demonstriert © Greenpeace D

 

Berlin - Mit vier lebensgroßen Eisfiguren erinnerte Greenpeace in der Vorwoche auf Berlins baumlosen Gendarmenmarkt an die Todesopfer dieses Extremsommers. In der Mitte der schmelzenden Figuren platzierten Aktivist:innen die heute aktualisierte Zahl der Hitzetoten. 15.800: So viele Menschen sind nach aktuellen Schätzungen des Robert Koch-Instituts in diesem Sommer vorzeitig an den Folgen der Hitze gestorben. „Hinter jeder dieser Eisfiguren stehen Tausende Menschen, die diesen Sommer nicht überlebt haben, weil unsere Gesellschaft schlecht auf die Klimakrise vorbereitet ist“, sagt Thilo Maack, Experte für Kriseneinsätze bei Greenpeace. „Alte Menschen, Kinder, Schwangere und chronisch Kranke trifft die Hitze am härtesten. Diese Todesfälle passierten nicht zwangsläufig - sie sind die Folge jahrelang verschleppter Klimaschutzpolitik.“
 

Politisches Versagen mit tödlichen Folgen 

Ein Großteil dieser Todesfälle wäre nach Einschätzung von Greenpeace vermeidbar gewesen, hätte die Politik früh und konsequent in Klimaschutz, Hitzeschutzpläne und den Schutz vulnerabler Gruppen investiert. Stattdessen hat die Bundesregierung wichtige Maßnahmen wiederholt verzögert oder abgeschwächt. Noch in diesem Jahr hat sie das Gebäudemodernisierungsgesetz entkernt und plant, den europäischen Umstieg auf Elektroautos mit schwächeren Grenzwerten zu verzögern. Beide Schritte verlängern den Verbrauch von klimaschädlichem Gas und Öl. „Jedes Zehntelgrad, um das wir die Erderhitzung begrenzen, rettet Menschenleben. Genau deshalb kann sich die Politik keine weitere Verzögerung beim Klimaschutz leisten“, so Maack. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, konsequente Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen, schnellstmöglich aus Öl und Gas auszusteigen und den Ausbau erneuerbarer Energien massiv voranzutreiben. Die Kosten der Klimafolgen müssen die Verursacher tragen: Öl- und Gaskonzerne, die in Krisenzeiten Übergewinne machen.

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© Greenpeace D
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