Aus Kaffeesud wird eine duftende Briefmarke
Der Kaffeesud stammt aus Büros und Krankenhäusern und wurde vom Tiroler Unternehmen Organoid Technologies zu sogenanntem Kaffeeleder verarbeitet. Dafür wird getrockneter Kaffeesud auf ein Naturvlies aufgebracht, mit einem ökologischen Bindemittel versehen und zu einem dünnen, flexiblen Material gepresst. Die natürliche Struktur und der Duft des Kaffees bleiben dabei erhalten.
Anschließend wurde das Material bedruckt, mit einer Klebefolie versehen und in Kaffeebohnenform ausgestanzt. Gestaltet wurde die Marke von Anja Derkits, produziert von Variuscard.
Die neue Briefmarke hat einen Nennwert von 6,70 Euro und gilt für einen internationalen Brief der Tarifstufe Europa. Sie erscheint in einer limitierten Auflage von 80.000 Stück und ist allen Postfilialen, auf onlineshop.post.at sowie beim Sammler-Service der Österreichischen Post (Telefon: +43 577 67 – 95095; E-Mail: sammler-service@post.at ) erhältlich.
Kaffee und Briefmarke zum Start
Am 1. Oktober wird die Kaffeebohnen-Briefmarke bei einem Sonderpostamt im Philatelie-Shop der Post am Rochus in Wien präsentiert. Von 9 bis 13 Uhr können Besucher die Marke erwerben und mit einem passenden Sonderstempel in Form von drei Kaffeebohnen versehen lassen. Zusätzlich gibt es kostenlos Kaffee.
Mit dem Projekt setzt die Post auf Upcycling statt Abfall und verbindet Kreislaufwirtschaft mit einem ungewöhnlichen philatelistischen Produkt. Und auch wenn die Marke theoretisch wieder aufgekocht werden könnte: Zum Kaffeetrinken eignet sich der alte Kaffeesud nicht mehr - als Briefmarke bekommt er dafür ein zweites Leben.