Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie(current)2
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ersatz fossiler Energie

Atommüll vor der Haustür? – Klagen wegen Endlagerplänen in Tschechien

06.08.2025

Betroffene Gemeinden reichen Klagen ein

Schreiatomkraft.jpg.jpg
© Gerd Altmann auf pixabay.com

Tschechien  – Tschechien plant die Errichtung eines Atommüllendlagers – es könnte sogar nur wenige Kilometer von der niederösterreichischen Grenze entfernt sein, da einer der potenziellen Standorte das Gemeindegebiet Lubenec, keine 30 Kilometer von der österreichischen Grenze, ist.  In den betroffenen Regionen regt sich zunehmend Widerstand.

Die tschechische Regierung will bis 2030 den konkreten Standort für das geplante Endlager festlegen. Der Bau soll dann ab 2050 erfolgen. Als mögliche Standorte gelten mehrere Regionen in Böhmen – unter anderem Lubenec, das in unmittelbarer Nähe zu Waidhofen an der Thaya und dem Waldviertel liegt. Die tschechische Bevölkerung wurde bislang nur unzureichend informiert, auch viele lokale Politikerinnen und Politiker erfahren Details nur über inoffizielle Kanäle oder Medienberichte. Nun reichen die Gemeinden aller vier Standorte, die von der möglichen Errichtung eines Tiefenlagers für hochradioaktive Abfälle bedroht sind,  das tschechische Umweltministerium. Ziel ist, zu  verhindern, dass die Staatliche Verwaltung für Endlager für radioaktive Abfälle (SÚRAO) Bohrungen und  weitere geologische Arbeiten auf ihren Gemeindegebieten durchführt.  Sie bemängeln, dass die öffentlichen Interessen zum Schutz von Wasser, Natur und Landschaft sowie die Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung der betroffenen Gemeinden für künftige Generationen nich  berücksichtigt werden und das die Eigentumsrechte zuwenig geschützt sind. Das Ministerium  und die SÚRAO weigern sich außerdem, den Gemeinden konkrete Pläne für die  geologische Arbeiten vorzulegen.  Diese hatten  bisher im Genehmigungsverfahren keine Möglichkeitm,  Einfluss auf die notwendigen Details der geplanten Arbeiten zu erfahren, trotz  erheblicher negativer Auswirkungen der Bohrungen.

Bisher keine Transparenz und Mitsprache 

Auch auf österreichischer Seite ist die Informationslage dürftig. Die betroffenen Grenzgemeinden in Österreich kritisieren ebenfalls, dass sie nicht in Entscheidungsprozesse eingebunden sind, obwohl sie von einem möglichen Endlager massiv betroffen wären. Sie fordern daher grenzüberschreitende Bürgerbeteiligung und umfassende Umweltverträglichkeitsprüfungen nach EU-Standards.   

Auch Zivilgesellschaftliche Initiativen in Tschechien beklagen das intransparente Vorgehen der Regierung und kritisieren, dass Sicherheits- und Umweltaspekte nicht ausreichend geprüft werden.

Ein zentrales Problem: Die Entscheidung für ein Endlager ist kaum reversibel – und betrifft Generationen! Während die tschechische Regierung auf geologische Vorteile verweist, sehen viele Expertinnen und Bürgerinnen die Pläne als nicht ausreichend risikobewertet.  

Verwandte Artikel

  • Gefährliche Laufzeitverlängerung auf 80 Jahre in Temelin
  • Todsichere AKWs?
  • Der Ausbau von Dukovany – Eine abenteuerliche Finanzierung!
  • V I D E O von der Podiumsdiskussion: 40 Jahre AKW-Super-GAU in Tschernobyl
  • USA: Nationale Analyse zeigt tausende Todesfälle rund um AKW
  • ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA
  • Drucken
  • Empfehlen
06.08.2025
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

STUDIE: Mehr PV korreliert mit sinkenden Netzlasten

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

CCS - Wirklich Klimaschutz?

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Dienstag, 21. Juli 2026, 69.713 Artikel Online

Weitere Themen

  • Deutschland: Täglich 26 Millionen Euro  für die Ölkonzerne
  • Schweiz: Neues Atomkraftwerk weit teurer als erneuerbare Energien
  • Ungarn prüft umstrittenes Atomprojekt Paks II neu
  • Betrieb des AKW Temelín über 80 Jahre ist ohne neue Umweltverträglichkeitsprüfung nicht akzeptabel
  • Erstes Halbjahr 2026: Erneuerbare Energien wachsen in Deutschland in allen Sektoren
  • Gefährliche Laufzeitverlängerung auf 80 Jahre in Temelin
  • Streit um Kohlekraftwerk in Florida: Umweltgruppen klagen gegen erzwungenen Weiterbetrieb
  • Studie: Rückwärtsfahrt der US-Klimapolitik kostet fast 470.000 Arbeitsplätze und Milliardeninvestitionen
  • Todsichere AKWs?
  • 5,9 Milliarden Wassertiere pro Jahr: Die unsichtbaren Opfer der Atomkraft in Frankreich
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
13.274 Artikel | Seite 1 von 1.328

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
Schreiatomkraft.jpg.jpg

© Gerd Altmann auf pixabay.com