Ärzt*innen und Gesundheitsfachkräfte fordern: Nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle
Jedes Jahr findet der Flaggentag der "Mayors for Peace" , der „Bürgermeister für Frieden“ statt, Aus diesem Anlass am 8. Juli 2025 fordert die IPPNW eine konsequente Abkehr von der nuklearen Abschreckungspolitik und den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag. In über 600 Städten in Deutschland wird die Flagge der „Mayors for Peace“ gehisst – ein starkes Zeichen gegen atomare Aufrüstung und für eine friedliche Welt. Die IPPNW begleitet diese Aktionen mit Veranstaltungen, Redebeiträgen und Mahnwachen in zahlreichen Städten, darunter Berlin, Frankfurt, Aachen, Bielefeld, Dortmund, Stuttgart und Mutlangen.
„Die Forderung von CDU-Fraktionschef Jens Spahn für einen europäischen Atomschutzschirm mit deutscher Führungsrolle ist unverantwortlich und brandgefährlich. Eine deutsche Atombombe würde gegen den Nichtverbreitungsvertrag und den 2+4-Vertrag zur Deutschen Einheit verstoßen. Der Einsatz von Atomwaffen ist ein Kriegsverbrechen. Er verstößt gegen das humanitäre Völkerrecht. Der Krieg in der Ukraine hat uns vor Augen geführt, dass Atombomben nicht Sicherheit bringen, sondern die Gefahr einer Eskalation zum Atomkrieg“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI warnt, dass weltweit über 12.241 Atomsprengköpfe von neun Staaten vorgehalten werden. Darunter sind mit Russland, Nordkorea, Israel, den USA, Indien und Pakistan insgesamt sechs Staaten, die aktuell Kriege führen oder in diesem Jahr geführt haben.
„Nicht atomare Aufrüstung mit einer europäischen Atombombe, wie sie immer wieder von deutschen Spitzenpolitiker*innen gefordert wird, sondern nur Abrüstung können ein nukleares Inferno verhindern. Der erste Schritt zu nuklearer Abrüstung ist die Wiederaufnahme von Verhandlungen über nukleare Rüstungskontrolle. Als Gesundheitsfachkräfte wissen wir um die katastrophalen humanitären Folgen eines Atomwaffeneinsatzes. Auch heute gilt: Im Falle eines Atomwaffeneinsatzes werden wir Euch nicht helfen können,“ so die IPPNW-Vorsitzende.
Am Flaggentag erinnern die Mayors for Peace an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996. Darin erklärte der Internationale Gerichtshof, dass es eine völkerrechtliche Verpflichtung zur nuklearen Abrüstung gibt. Am 7. Juli 2017 wurde der Atomwaffenverbotsvertrag von der UN verabschiedet – bislang haben ihn 94 Staaten unterzeichnet, 73 ratifiziert. Am 6. und 9. August 2025 jähren sich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zum 80. Mal.
Mayors for Peace möchte übrigens seine Mitgliederzahl erweitern, um die Verwirklichung einer friedlichen Welt ohne Atomwaffen voranzutreiben. Das Netzwerk von Mayors for Peace umfasst derzeit fast 8.500 Mitgliedsstädte, das nächste große Ziel ist 10.000 Städte zu umfassen.
„Die Forderung von CDU-Fraktionschef Jens Spahn für einen europäischen Atomschutzschirm mit deutscher Führungsrolle ist unverantwortlich und brandgefährlich. Eine deutsche Atombombe würde gegen den Nichtverbreitungsvertrag und den 2+4-Vertrag zur Deutschen Einheit verstoßen. Der Einsatz von Atomwaffen ist ein Kriegsverbrechen. Er verstößt gegen das humanitäre Völkerrecht. Der Krieg in der Ukraine hat uns vor Augen geführt, dass Atombomben nicht Sicherheit bringen, sondern die Gefahr einer Eskalation zum Atomkrieg“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI warnt, dass weltweit über 12.241 Atomsprengköpfe von neun Staaten vorgehalten werden. Darunter sind mit Russland, Nordkorea, Israel, den USA, Indien und Pakistan insgesamt sechs Staaten, die aktuell Kriege führen oder in diesem Jahr geführt haben.
„Nicht atomare Aufrüstung mit einer europäischen Atombombe, wie sie immer wieder von deutschen Spitzenpolitiker*innen gefordert wird, sondern nur Abrüstung können ein nukleares Inferno verhindern. Der erste Schritt zu nuklearer Abrüstung ist die Wiederaufnahme von Verhandlungen über nukleare Rüstungskontrolle. Als Gesundheitsfachkräfte wissen wir um die katastrophalen humanitären Folgen eines Atomwaffeneinsatzes. Auch heute gilt: Im Falle eines Atomwaffeneinsatzes werden wir Euch nicht helfen können,“ so die IPPNW-Vorsitzende.
Am Flaggentag erinnern die Mayors for Peace an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996. Darin erklärte der Internationale Gerichtshof, dass es eine völkerrechtliche Verpflichtung zur nuklearen Abrüstung gibt. Am 7. Juli 2017 wurde der Atomwaffenverbotsvertrag von der UN verabschiedet – bislang haben ihn 94 Staaten unterzeichnet, 73 ratifiziert. Am 6. und 9. August 2025 jähren sich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zum 80. Mal.
Mayors for Peace möchte übrigens seine Mitgliederzahl erweitern, um die Verwirklichung einer friedlichen Welt ohne Atomwaffen voranzutreiben. Das Netzwerk von Mayors for Peace umfasst derzeit fast 8.500 Mitgliedsstädte, das nächste große Ziel ist 10.000 Städte zu umfassen.