© toxi85 auf Pixabay  / Zentralfriedhof Wien
© toxi85 auf Pixabay / Zentralfriedhof Wien

Klimaschutz: Auch auf den Wiener Friedhöfen ein großes Thema

Bewusstseinskampagne der Friedhöfe Wien für die Klimamusterstadt Wien

Müll trennen, Wasser sparen, auf die Umwelt achten: Auch auf den Friedhöfen der Klimamusterstadt Wien wird der Klimaschutz groß geschrieben. Das Potential, auf den 46 Friedhöfen der Stadt noch mehr CO2 einzusparen, ist groß und dies wollen die Friedhöfe Wien nun mit einer Info-Offensive kommunizieren.

Die Wiener Friedhöfe sind nicht nur Begräbnisstätte, sondern auch wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen in der Millionenstadt.

"Mit einfachen Maßnahmen können die Friedhofsbesucher ihren Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz leisten - etwa bei der aktiven Mülltrennung. Grabkerzen haben im Kompost nichts verloren, Blumen und Gräser wiederum sind wertvolle Bestandteile für die Biotonne, aus der wiederum Erde produziert wird", so Umweltstadträtin Ulli Sima, die sich bei den Friedhöfen Wien für ihr Klimaschutz-Engagement bedankt.

Auf den Friedhöfen fallen pro Jahr 14.000 Tonnen Biomüll und 430 Tonnen Restmüll an. Hier setzt man zum einen auf Abfallvermeidung und zum anderen auf strikte Trennung der Altstoffe. Es gibt ein Top-Angebot an Entsorgungsmöglichkeiten für Bio-Abfälle und für die getrennte Sammlung von Altstoffen vor Ort: über 1.000 Bioabfallboxen und 1.500 Kübel für Kerzenplastik und Restmüll.

Auch beim Wassersparen gibt es enormes Potential. Der Jahresverbrauch an Wasser liegt bei 500.000 m³. Damit könnten pro Jahr 2600 Vier-Personen-Haushalte versorgt werden. Lecke Schläuche oder aus Unachtsamkeit nicht abgedrehte Wasserhähne tragen zur Verschwendung des kostbaren Nass bei und können leicht vermieden werden.

Um die Besucher noch besser zu informieren und zu sensibilisieren, wollen die Friedhöfe nun vor Ort breit informieren: "Mit unserer Initiative Gemeinsam.Sorgsam wollen auch wir unseren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz in Wien leisten." so Renate Niklas, Geschäftsführerin der Friedhöfe Wien.

Zu Wort kommen die wichtigsten Protagonisten - Wasser, Luft und der Müll.

Trenn mich! Dein Müll

Kerzenbecher, Seidenblumen, Plastik und sonstiger Abfall haben im Kompost nichts verloren. Den Müll zu trennen, ist wirklich nur ein Handgriff. So können wertvolle Rohstoffe wieder sinnvoll verwertet oder ordentlich entsorgt werden. Deshalb: Richtiges Wegwerfen hilft gegen Plastik- und Müllberge.

Dreh mich ab! Dein Wasser

Bis auf wenige Ausnahmen ist das Wasser auf unseren Friedhöfen Trinkwasser - unser wichtigstes Lebensmittel! Wir alle wünschen uns gepflegte Gräber, aber auch einen sorgsamen Umgang mit Wasser. Der Schlauch ist löchrig und rinnt, die Wasserstellen sind überflutet. Das kostbare Nass wird verschwendet - das muss nicht sein. Bitte: Achten wir auf unser Wasser.

Halt mich frisch! Deine Luft

Der Einsatz von Mähern, Motorsensen und Laubbläsern ist zur Verschönerung der Friedhöfe gedacht. Leider wirbeln sie viel Staub auf und setzen Abgase frei. Mitdenken lässt aufatmen: Mit Maß und Ziel eingesetzt, erreichen wir beides - Schönheit und Sauberkeit. Daher: Lieber ein paar Blätter am Weg, als Schmutz in der Luft.

Die jeweiligen Sujets werden auf den Parkbänken, den Wasserentnahmestellen und auf den Sammelboxen für Bio- und Restmüll angebracht. Zudem werden die social-media Kanäle der Friedhöfe Wien (Facebook, Instagram) genutzt, um die Bewusstseinsbildung weiter zu forcieren.

Ein paar Kennzahlen: Die Wiener Friedhöfe zusammen sind so groß wie der gesamte 20. Wiener Gemeindebezirk. Alleine der Zentralfriedhof ist so groß wie der 1. Bezirk. Die 27.500 Bäume auf dieser Fläche würden zusammengenommen eine Allee von Wien bis nach München bilden. Die befestigten Wegen würden bis nach Innsbruck führen. Alleine beim Tor 2 am Zentralfriedhof werden jährlich mehr als 300.000 BesucherInnen gezählt. Er ist flächenmäßig der zweitgrößte Friedhof Europas.

Nähere Informationen dazu finden Sie unter: www.friedhoefewien.at/gemeinsamsorgsam


Artikel Online geschalten von: / Doris Holler /