© BMW/ V.l.n.r.: Wei Jianjun, Gründer und Chairman von Great Wall Motor, und Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Entwicklung.
© BMW/ V.l.n.r.: Wei Jianjun, Gründer und Chairman von Great Wall Motor, und Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Entwicklung.

BMW Group und Great Wall Motor unterzeichnen Joint-Venture für Elektro-MINI Fahrzeuge in China

50:50 Joint Venture mit Great Wall Motor - Weiterer Schritt für Wachstum und Elektrifizierung der Marke MINI

München - Die BMW Group und der chinesische Hersteller Great Wall Motor haben heute eine Vereinbarung zur Produktion von elektrischen MINI Fahrzeugen in China durch ein gemeinsames 50:50 Joint Venture unterzeichnet. Neben elektrischen MINI Fahrzeugen wird das Joint Venture auch elektrische Fahrzeuge für Great Wall Motor herstellen. Das Joint Venture wird seinen Sitz in der Provinz Jiangsu haben, wo die beiden Partner gemeinsam eine Produktionsstätte nach modernsten Maßstäben errichten wollen.

Die Produktion künftiger batterieelektrischer MINI Fahrzeuge in China, dem weltgrößten Markt für Elektromobilität, ist ein zentrales Element der strategischen Weiterentwicklung von MINI innerhalb der BMW Group Strategie NUMBER ONE > NEXT. Der heutige Schritt folgt auf die mit Great Wall Motor am 23. Februar 2018 getroffene Absichtserklärung (Letter of Intent). Zusammen mit der 2019 beginnenden Produktion des ersten batterieelektrischen MINI im Stammwerk der Marke in Oxford ist dies ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung der elektrischen Zukunft der Marke MINI.

„Mit der heutigen Vereinbarung heben wir die Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland auf eine neue Stufe“, sagte Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, während der Unterzeichnungszeremonie. „Diese strategische Partnerschaft ist eine klare Win-Win-Situation für die BMW Group und Great Wall Motor. Damit unterstützen wir Chinas ehrgeizige Pläne für den Ausbau der Elektromobilität und zur Reduzierung von Emissionen im Verkehr“, so Krüger weiter.

Die Joint-Venture-Vereinbarung wurde von Wei Jianjun, Gründer und Chairman von Great Wall Motor, sowie Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstands der BMW AG für Entwicklung, unterzeichnet.

„Die heutige Unterzeichnung öffnet ein neues Kapitel in der chinesisch-deutschen Zusammenarbeit“, erklärte Wei Jianjun. „Great Wall Motor und die BMW Group eint ihr Engagement zur Förderung von Fahrzeugen mit elektrifiziertem Antrieb. Durch die kombinierten Stärken beider Partner wird unser neues Joint Venture die Einführung elektrischer Fahrzeuge beschleunigen“, bekräftige Wei.

Die BMW Group ist fest entschlossen, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit ihrer etablierten Vertriebsstruktur und den Vertriebskanälen in China fortzusetzen und hat keine Pläne, eine zusätzliche Vertriebsorganisation in China für künftige elektrische MINI Fahrzeuge aus diesem Joint Venture aufzubauen. Das Joint Venture konzentriert sich auf Beschaffung sowie Entwicklung und Produktion von elektrischen Fahrzeugen für den chinesischen Markt.

Wie bereits angekündigt, wird die BMW Group außerdem gemeinsam mit ihrem Partner Brilliance ihr außerordentlich erfolgreiches Joint Venture BMW Brilliance Automotive (BBA) in China weiter ausbauen. In den vergangenen Jahren ist BBA zu einem Eckpfeiler des Erfolgs der Marke BMW in ihrem größten Markt geworden. 2017 wurden rund 560.000 BMW Fahrzeuge an Kunden in China ausgeliefert – mehr als in den beiden nächstgrößten Märkten USA und Deutschland zusammen. Zwei Drittel aller in China abgesetzten Fahrzeuge wurden vergangenes Jahr von BBA produziert. China war 2017 mit ca. 35.000 ausgelieferten Einheiten MINIs viertgrößter Markt. Dies unterstreicht das zusätzliche globale Potenzial der Marke, das nunmehr durch das Joint Venture mit Great Wall Motor signifikant unterstützt wird.

Die erfolgreiche Strategie hinter der anhaltenden Erweiterung des globalen Produktionsnetzwerks der BMW Group gehorcht einer klaren Regel: Die Produktion folgt dem Markt. Das bedeutet, dass die steigende Produktion in unseren größten Märkten nicht zu entsprechenden Rückgängen der Produktion in anderen Werken führt. Das Gegenteil ist der Fall: Obwohl beispielsweise die BMW Produktion in China und den USA zwischen 2007 und 2017 signifikant anstieg, legte auch die Produktion in Deutschland während dieser Zeitspanne um fast ein Viertel auf rund 1,15 Millionen Fahrzeuge pro Jahr zu.


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