5.000 Wildtiere gerettet: Team Tierschutz wächst weiter
Vösendorf – Was vor zwei Jahren durch eine Katastrophe, und zwar das Hochwasser, begann, ist heute eine der größten freiwilligen Tierschutzbewegungen Österreichs. Nach dem Hochwasser und dem damit verbundenen massiven Schwalbensterben 2024 entstand das Team Tierschutz. Inzwischen engagieren sich rund 2.500 Freiwillige, mehr als 5.000 Wildtiere konnten gerettet werden.
Der jüngste Belastungstest war die extreme Hitze. Allein in diesem Sommer versorgte Tierschutz Austria im Tierschutzhaus Vösendorf mehr als 2.000 Wildtiere, darunter Mauersegler, Jungvögel, Eichhörnchen, Igel und Rehkitze.
„Was vor zwei Jahren das Hochwasser war, war heuer die Hitze“, sagt Martin Aschauer, Sprecher von Tierschutz Austria. Besonders Mauersegler seien betroffen gewesen: Überhitzte Jungtiere verließen ihre Nester, obwohl sie noch nicht fliegen konnten. Viele kamen dehydriert und völlig entkräftet in Vösendorf an.
Das Netzwerk der Freiwilligen übernimmt dabei eine zentrale Rolle: Tiere in Not werden gemeldet, geborgen und zu den Auffangstationen gebracht. Seit dem Hochwasser 2024 gab es bereits mehr als 2.000 Einsätze.
Für Tierschutz Austria zeigt die Entwicklung, dass aus spontaner Hilfe eine dauerhafte Struktur entstanden ist. Ausbildung, schnelle Einsatzkoordination und Katastrophenschutz für Tiere sollen das Netzwerk auch für kommende Extremwetterereignisse stärken.