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24 E-Autos im Praxistest in Norwegen

24.02.2026

Wie sieht es mit Reichweiten-Verlusten bei extremer Kälte aus?

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Härtetest bei Kälte in Norwegen © ÖAMTC

Dennoch: bis zu 520 gefahrene Kilometer bei minus 31 Grad Celsius - Gute Ergebnisse beim Laden – von zehn auf 80 Prozent in 30 Minuten

 

Wien  - Im Jänner 2026 war der ÖAMTC wieder beim weltweit größten Reichweitentest von Elektrofahrzeugen "El Prix" dabei. Dieser Praxistest wird jährlich zweimal vom norwegischen Partnerclub NAF durchgeführt. "Bei Rekordwerten von bis zu minus 31 Grad Celsius zeigte sich die starke Auswirkung der niedrigen Temperatur auf die Reichweite von E-Autos: Kein Fahrzeug kam in die Nähe der angegebenen WLTP-Werte. Die höchsten Abweichungen zur angegebenen Reichweite lagen bei fast 46 Prozent, etwa bei Opel Grandland und Lucid Air Grand Touring, die niedrigste bei knapp unter 30 Prozent – bei MG S6 und Hyundai Inster. Im Durchschnitt lag die Abweichung bei knapp 38 Prozent unterhalb der WLTP-Reichweite", fasst ÖAMTC-Techniker Florian Merker zusammen.
 

Die Angst vor zu geringer Reichweite ist aber unbegründet. Die tatsächlich gefahrenen Kilometer lagen zwischen 224 (Suzuki eVitara) und 520 Kilometern (Lucid Air Grand Touring). "Die Daten zeigen, wie wichtig eine gute Streckenplanung und die Verfügbarkeit von Ladestationen für E-Autofahrer:innen im Winter sind – besonders bei sehr niedrigen Temperaturen", betont der ÖAMTC-Techniker. Das belegt auch der parallel durchgeführte Ladetest.
 

Zwtl.: Gute Ergebnisse beim Ladetest – Verfügbarkeit von Ladestationen, Ladegeschwindigkeit und Verbrauchseffizienz wichtiger als Reichweite
 

Beim Aufladen erreichten 13 der 24 getesteten Fahrzeuge den gewünschten Ladestand von 80 Prozent in weniger als 30 Minuten. Sechs Fahrzeuge waren sogar schneller auf 80 Prozent als vom Hersteller angegeben. "Bei diesem Ladetest zeigte sich, wie wichtig eine gut temperierte Batterie für das Laden eines Elektrofahrzeuges ist. Trotz Temperaturen von minus zehn Grad Celsius an den Ladestationen haben die getesteten Fahrzeuge gut abgeschnitten", erklärt Merker. Laut der Erfahrung des ÖAMTC werden in Zukunft Ladegeschwindigkeit, Verbrauchseffizienz und Verfügbarkeit von Ladestationen wichtiger sein als die maximale Reichweite eines Elektrofahrzeuges.
 


Test als Vorschau für mögliche neue Modelle in Europa
 

Ein weiterer interessanter Aspekt von "El Prix": In Norwegen finden sich viele Fahrzeugmodelle, die es noch nicht auf den österreichischen Markt geschafft haben, die aber beim Test dabei waren, zum Beispiel die chinesischen Modelle Changan Deepal S05, KGM Musso, Xpeng X9 und Zeekr 7X. "Für den ÖAMTC ist es daher eine gute Vorschau, welche Hersteller in der nächsten Zeit den Schritt nach Europa planen“, sagt Merker.
 

Was ist El Prix? 

 

El Prix ist der weltweit größte Praxis-Test für die Reichweite und das Aufladen von batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen (BEV). Der Norwegische Automobilverband (NAF) führt El Prix seit 2020 zwei Mal pro Jahre durch, einmal im Sommer und einmal im Winter. Dabei wird die tatsächliche Reichweite der Fahrzeuge ermittelt und mit den offiziellen WLTP-Reichweiten verglichen.
 

Der ÖAMTC war heuer bereits zum siebenten Mal dabei. Für den aktuellen Test wurde eine 450 Kilometer lange Strecke gewählt, die einen Mix aus Stadt, Landstraße und Autobahn sowie Steigungen beinhaltete. Es wurde so lange gefahren, bis es bei allen Fahrzeugen zu einem Leistungsverlust kam und die erforderliche Geschwindigkeit nicht mehr gehalten werden konnte. Die Temperaturen an den Testtagen bewegten sich zwischen minus acht und minus 31 Grad Celsius.
 

web 85125059 ÖAMTC El Prix Praxistest für E-Autos in Norwegen Grafik Reichweitentest (1).jpg
© ÖAMTC
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