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20 Jahre ERA: Elektronikrecyclingspezialistin sammelte über 604.000 Tonnen Elektroaltgeräte

13.08.2025

Seit 2005 ist die Elektro Recycling Austria GmbH (ERA) starke Partnerin der heimischen Wirtschaft rund um Sammlung und Recycling von Elektroaltgeräten, seit 2009 auch bei Batterien.

Elektroschrott.jpg.jpg
© dokumol auf pixabay/ Elektroschrott

 Allein 2024 sammelte die Marktführerin rund 50.570 Tonnen Elektrogeräte und 1.630 Tonnen Batterien. Insgesamt hat jede:r Österreicher:in im letzten Jahr 12 Kilogramm Elektroaltgeräte und Batterien korrekt getrennt – ein Spitzenwert in Europa und ein entscheidender Beitrag für die Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft. Dennoch müssen laut ERA die EU-Sammelquoten dringend angepasst werden. Laut EU-Batterienverordnung, die 2023 in Kraft getreten ist, gelten ab 18. August 2025 wesentliche Neuerungen wie neue Batteriekategorien sowie Rücknahme- und Informationspflichten.

2005 fiel mit der Elektroaltgeräteverordnung in Österreich der Startschuss für eine neue Elektroaltgeräte-Sammlung. Als erstes Sammel- und Verwertungssystem, das seinen Kund:innen eine Entpflichtung gemäß der Verordnung ermöglichte, wurde im August 2005 die Elektro Recycling Austria GmbH (ERA) vom Umweltministerium genehmigt. Nach 20 Jahren ist die ERA mit 40 % Gesamtmarktanteil führender Player der Branche und zieht eine erfolgreiche Bilanz: Mehr als 604.000 Tonnen Elektrogeräte hat sie seither gesammelt. 2009 erweiterte das Tochterunternehmen der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) dem österreichischen Batteriegesetz folgend seinen Geschäftsbereich auch auf die Batteriesammlung und konnte bisher mehr als 18.000 Tonnen Altbatterien sammeln.

„Elektro-, Elektronikaltgeräte sowie Batterien verfügen über ein hohes Recyclingpotenzial. Um die teils sehr seltenen Rohstoffe im Kreislauf zu halten, ist die richtige Sammlung entscheidend. So können Elektrogeräte im Schnitt zu rund 85 % recycelt werden, Batterien zu 93 % und Alkaline sogar fast zu 100 %, wenn sie fachgerecht getrennt werden. Die Rückgewinnung der Metalle benötigt viel weniger Energie, als sie neu abzubauen, was einen enormen Unterschied bei den CO2-Emissionen ausmacht. Wer alte Elektrogeräte und Batterien richtig trennt, leistet also einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz“, so Thomas Maier, Geschäftsführer ERA GmbH.
 

Spitzenwert: 12 Kilogramm Elektroaltgeräte und Batterien sammelte jede:r Österreicher:in 2024

 

Im letzten Jahr sammelte die ERA rund 50.570 Tonnen Elektrogeräte und 1.630 Tonnen Batterien – das entspricht dem Gewicht von 870.000 Waschmaschinen. Insgesamt wurden 2024 in Österreich 108.265 Tonnen Elektroaltgeräte und 3.446 Tonnen Batterien gesammelt, was rund 12 Kilogramm pro Kopf und einen Spitzenwert für Österreich im Europavergleich ergibt. Aktuell stehen der Bevölkerung und den Hersteller:innen hierzulande 2.100 Sammelstellen zur Verfügung, die ERA bietet 100 eigene Standorte an. Darüber hinaus besteht auch die Rückgabemöglichkeit im Handel beim Kauf eines neuen Geräts gleicher Funktion und Bauart, wenn die Verkaufsfläche des Geschäfts größer als 150 m² ist. Alte Gerätebatterien und Akkus können überall zurückgegeben werden, wo sie erhältlich sind: In Supermärkten, Drogeriemärkten, im Elektrohandel oder in Baumärkten – auch wenn keine neuen gekauft werden.

Bei Kühl- und Gefriergeräten, Bildschirmen, Lampen und Photovoltaik-Modulen erfüllt die ERA die geltenden Verwertungsquoten. Bei der Sammelquote zeigen sich für die gesamte Branche strukturelle Herausforderungen: „Die aktuellen Sammelquoten bei Elektroaltgeräten sind nicht mehr zeitgemäß. In den letzten Jahren ist der Einsatz neuer Technologie wie PV-Anlagen, die einen langen Lebenszyklus haben, stark gestiegen. Das ist gut für die Energiewende, aber nicht gut für die Sammelquote – denn es dauert viel länger, bis sie wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden können. Die Sammelquote muss daher dringend angepasst werden“, fordert Maier.
 

EU-Batterienverordnung: Neue Verpflichtungen für Händler:innen ab 18. August 2025

 

2023 trat die aktuelle EU-Batterienverordnung in Kraft, die ab 18. August 2025 einige Neuerungen für Händler:innen festlegt. Zum einen gelten neue Batteriekategorien: Die Batterie für leichte Verkehrsmittel und die Elektrofahrzeugbatterie ergänzen die bestehenden Kategorien der Gerätebatterie, Starterbatterie und Industriebatterie. Diese betreffen auch die Rücknahmepflichten im Handel: Eine unentgeltliche Rücknahme von allen Batteriekategorien, die der:die Händler:in anbietet, muss gegeben sein. Zum anderen treten umfassendere Informationspflichten für den Handel in Kraft.

Über die korrekte Sammlung von Batterien zu informieren, ist insbesondere aufgrund von Sicherheitsaspekten unerlässlich: „Falsch entsorgte Batterien bergen ein erhebliches Brandrisiko. Brände gefährden Menschen und Umwelt und sind existenzgefährdend für Betriebe. Gleichzeitig können sie durch die korrekte Sammlung verhindert werden: Batterien gehören zu regionalen Sammelstellen oder zu den Händler:innen – niemals in den Gelben Sack, die Gelbe Tonne oder in den Restmüll“, betont Maier.
 

Die ERA unterstützt rund 3.000 Unternehmen in der Entpflichtung

 

Als Marktführerin in der Sammlung von Batterien und Elektroaltgeräten serviciert die ERA heute rund 3.000 Unternehmen, indem sie alle Verpflichtungen, die Hersteller:innen entsprechend der österreichischen Elektroaltgeräte- und der EU-Batterienverordnung auferlegt werden, übernimmt. In der Verwertung kooperiert sie ausschließlich mit Partner:innen, die eine effiziente Aufbereitung sicherstellen – mit den Zielen, die Abfallmenge zu verringern und natürliche Ressourcen zu schonen. Von 2009 bis heute konnte die ERA den Gesamtmarktanteil von 29 % auf rund 40 % steigern. Seit ihrer Gründung agiert sie als Non-Profit-Unternehmen und steht zu 51 % im Eigentum der ARA. 49 % liegen beim ERA Verein, der sich aus Hersteller:innen und Händler:innen zusammensetzt und somit der heimischen Wirtschaft Gestaltungsspielraum einräumt.

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