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150 Tage E-Reisebus: Dr. Richard zieht positive Bilanz

30.07.2026

Die ersten E-Reisebusse Österreichs haben sich im täglichen Einsatz bewährt.

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Stehen gemeinsam für den Ausbau der E-Flotte: Dr. Ludwig Richard (Eigentümer, links) und Lukas Hackl (Geschäftsführer, rechts) vor dem Yutong T12E E-Reisebus. © Dr. Richard / Bernhard Luck
Nach mehr als 60.000 Kilometern setzt die Dr. Richard Gruppe ihren Elektrifizierungskurs mit hohen Investitionen in Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur und Werkstätten fort.

Wien  - Rund 150 Tage nach dem Start der ersten E-Reisebusse Österreichs zieht die Dr. Richard Gruppe eine positive Zwischenbilanz. Die drei vollelektrischen Reisebusse des Typs Yutong T12E waren in den vergangenen Monaten nahezu täglich unterwegs und haben dabei mehr als 60.000 Kilometer zurückgelegt. Nach Angaben des Unternehmens zeigen die Fahrzeuge, dass Elektromobilität auch im Reisebusverkehr alltagstauglich ist:  Mit hohem Fahrkomfort, leisem Betrieb und ausreichender Reichweite für unterschiedliche Einsatzbereiche.
 

Die E-Reisebusse verfügen über eine Batteriekapazität von knapp 400 kWh und eine Reichweite von rund 450 Kilometern. Mit Platz für bis zu 50 Fahrgäste kommen sie sowohl bei Stadtrundfahrten und Shuttlediensten als auch bei längeren Tagesfahrten zum Einsatz. Selbst bei voller Auslastung und hohen Außentemperaturen sollen beispielsweise Fahrten von Wien nach Salzburg und retour möglich sein. Am Ende solcher Einsätze verbleiben laut Dr. Richard rund 30 Prozent Restreichweite.
 

60.000 Kilometer mit deutlich weniger CO₂

 

Auch bei der Klimabilanz sieht das Unternehmen deutliche Vorteile. Bei einer jährlichen Fahrleistung von rund 60.000 Kilometern spart ein E-Reisebus gegenüber einem vergleichbaren Dieselbus nach Berechnungen der Dr. Richard Gruppe rund 46 Tonnen CO₂ pro Jahr ein. Geladen werden die Fahrzeuge an den eigenen Standorten mit Ökostrom. In Wien und Salzburg wird dabei auch Strom aus Photovoltaikanlagen genutzt, die zusammen aktuell eine Fläche von rund 5.200 Quadratmetern umfassen.
 

Für das E-Reisebus-Projekt wurde das Familienunternehmen kürzlich von Bundesminister Peter Hanke als klimaaktiv mobil Partner ausgezeichnet. Die Solaranlage am Standort Salzburg erhielt zudem den VCÖ-Mobilitätspreis Österreich 2025 in der Kategorie Energie- und Ressourcenschonung sowie den VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg 2025.
 

„Die Elektrifizierung in der Busbranche ist anspruchsvoll – sie gelingt aber mit einer klaren Vision und technischer Expertise“, sagt Lukas Hackl, Geschäftsführer der Dr. Richard Gruppe. Der erfolgreiche Praxiseinsatz der vergangenen 150 Tage bestätige den eingeschlagenen Kurs und zeige, dass klimafreundlicher Verkehr komfortabel, verlässlich und wirtschaftlich möglich sei.
 

Weitere E-Reisebusse sollen bereits in Kürze folgen. Die neuen Fahrzeuge werden Platz für bis zu 58 Personen bieten.
 

150 Millionen Euro für die Mobilität der Zukunft

 

Die Elektrifizierung der Reisebusflotte ist Teil einer umfassenden Investitionsoffensive. In den kommenden Jahren will die Dr. Richard Gruppe rund 150 Millionen Euro in moderne Fahrzeugtechnologien, E-Mobilität, Ladeinfrastruktur und die Modernisierung der Werkstätten investieren. Allein 49 Millionen Euro sind für Infrastrukturmaßnahmen und Werkstätten vorgesehen.
 

Zu den nächsten Projekten zählt die schrittweise Elektrifizierung der LUP-Busflotte in St. Pölten, die ab Spätherbst 2026 starten soll. Dafür werden auch neue Ladeparks errichtet. Das Tochterunternehmen Albus Salzburg plant zudem, seine Flotte bis Ende 2028 auf 80 elektrische Linienbusse auszubauen. Am Wiener Standort in der Stromstraße soll außerdem für mehr als 10 Millionen Euro ein moderner Mobilitätshub entstehen.
 

Für Dr. Ludwig Richard, Eigentümer der Unternehmensgruppe, ist die Transformation auch eine Frage der langfristigen Verantwortung. Als Familienunternehmen mit rund 1.900 Beschäftigten denke man in Generationen. Neue Technologien würden deshalb mit Schulungen und Eco-Drive-Trainings begleitet. Die Elektrifizierung soll damit nicht nur die Fahrzeugflotte verändern, sondern auch die betrieblichen Abläufe und die Qualifikationen der Mitarbeiter:innen weiterentwickeln.
 

Mit den ersten 150 Tagen im praktischen Betrieb sieht sich Dr. Richard in seinem eingeschlagenen Weg bestätigt. Die Erfahrungen mit den E-Reisebussen könnten damit auch für die weitere Elektrifizierung des Busverkehrs in Österreich wichtige Erkenntnisse liefern.

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E-Reisebus der Dr. Richard Gruppe , geladen mit 100 % Ökostrom. © Dr. Richard / Bernhard Luck
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Stehen gemeinsam für den Ausbau der E-Flotte: Dr. Ludwig Richard (Eigentümer, links) und Lukas Hackl (Geschäftsführer, rechts) vor dem Yutong T12E E-Reisebus. © Dr. Richard / Bernhard Luck

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