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Zwölf Boxen für den Wasserstopp – Leipziger fördern alternative Reinigung

07.07.2006

Mehr als 2,4 Milliarden Menschen haben nach Aussage des deutschen Bundesumweltministeriums keine sanitäre Grundversorgung

Ein Grund, warum die Bedeutung eines nachhaltigen Wassermanagements national wie international in den Blickpunkt rückt: Eine Kanalisation ist gerade in ländlichen Gegenden teuer, eine zentrale Kläranlage zudem energieaufwändig. Alternativen zur bewährten Methode zeigt jetzt das Bildungs– und Demonstrationszentrum für dezentrale Abwasserbehandlung (BDZ) in Leipzig. Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) von rund 500.000 Euro hat der Verein in zwölf Demonstrationsboxen funktionstüchtige Kleinkläranlagen verschiedener Technologien und Bauarten installiert. Sie sollen den Erfahrungsaustausch zwischen Interessenten, Herstellern und Wissenschaftlern unterstützen. Heute eröffneten der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Stanislaw Tillich, und DBU–Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde mit rund 130 Gästen das BDZ.
Das Zentrum liegt auf dem Gelände einer ehemaligen Großkläranlage in Leipzig–Leutzsch. "Es soll dabei helfen, Regelungen zur dezentralen Abwasserbehandlung zu vereinheitlichen", betont Brickwedde. Das Schulungszentrum eröffne die Chance, durch Praxisnähe zur Qualitätsverbesserung in der Ausbildung beizutragen. Außerdem wollen Wissenschaftler die Demonstrationsanlagen nutzen, um im Rahmen von Forschungsaktivitäten Verfahren zu optimieren und an lokale Gegebenheiten anzupassen. Damit hat der Verein "Bildungs– und Demonstrationszentrum für dezentrale Abwasserbehandlung – BDZ" die Möglichkeit, fundiertes Wissen und praktische Erfahrungen im regionalen, nationalen und internationalen Maßstab zu gewinnen, auszutauschen und zu verbreiten. "Mit dezentraler Abwasserbehandlung können wir dazu beitragen, auch andernorts Gewässer zu schützen, weltweit Energie einzusparen und die Versorgungssicherheit mit Nahrungsmitteln nicht auf das Spiel zu setzen", erläuterte Brickwedde bei der Eröffnung. Zudem unterstütze das Projekt den Export deutscher Umwelttechnologie ins Ausland.
Aber nicht nur dort: "Die Neufassung des Wasserhaushaltsgesetzes aus dem Jahr 2002 fördert auch in Europa eine Umorientierung in der Abwasserbehandlung und schafft eine rechtliche Basis für dezentrale Abwasserentsorgungslösungen", weiß BDZ–Vorsitzender Wolf–Michael Hirschfeld. In Sachsen werde schon jetzt das Abwasser von rund einer Million Einwohnern nicht in öffentlichen Kläranlagen behandelt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes des Freistaates gibt es rund 100.000 Kleinkläranlagen und etwa 37.000 abflusslose Gruben.
Wie dezentrale Abwasserbehandlung genau funktioniert – davon konnten sich Besucher überzeugen und das Bildungs– und Demonstrationszentrum besichtigen. Beispielsweise können Abwässer mittels Pflanzenkläranlagen behandelt werden: "Diese sehen nicht nur schön aus, sondern sind oft sogar wirtschaftlicher als ein Anschluss ans Kanalnetz", meint Hirschfeld. Die Anlagen sind mit Sand und Kies gefüllte Pflanzenbeete. Das Abwasser sickert von oben nach unten oder durchströmt die Anlage horizontal. Als Pflanzen haben sich vor allem Schilf und Binsen bewährt. Gegenüber den konventionellen Verfahren seien solche Anlagen bei entsprechender technischer Gestaltung im Ergebnis oft gleichwertig, in den Kosten günstiger und in der Umweltverträglichkeit besser zu bewerten, so Hirschfeld.
Quelle: DBU
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07.07.2006 | Autor*in: holler
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