Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz

Zweite Spur: Wenn alte Ski zu neuen Wertstoffen werden

13.03.2026

Die diesjährige Skisaison neigt sich dem Ende zu – und damit stellt sich vielen Wintersportler:innen die Frage, wohin mit ausgedienter oder beschädigter Skiausrüstung, die sich nicht verkaufen lässt und auch keiner mehr haben will.

garten-gg-ski-982027 1920.jpg
© garten-gg pixabay.com

 Für den Restmüll ist sie definitiv zu schade, denn Ski, Helme und Schuhe enthalten wertvolle Rohstoffe, die recycelt werden können. Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) rät deshalb, altes Ski-Equipment zur nächsten Altstoffsammlung zu bringen. Dort wird dafür gesorgt, dass die Ausrüstung im Kreislauf bleibt, das spart wertvolle Ressourcen. In der Wintersportnation Österreich verfolgen zudem Wissenschaft und Ressourcenwirtschaft das Ziel, aus ausrangierten Wintersportartikeln Rezyklate für neue Produkte herzustellen.
 

Wien – Carver, Helme und Skischuhe sind technisch hochentwickelte Produkte: Die Kombination aus Metallen, Kunststoffen, Holz und anderen Stoffen sorgt für Adrenalin auf der Piste, größtmögliche Sicherheit und warme Füße. In Österreich werden einer Saison 400.000 Paar Ski (1) verkauft – ein Volumen, das die Frage nach dem Ende des Lebenszyklus dieser Produkte umso dringlicher macht. Denn Sammel- und Recyclingstrukturen sind in Österreich erst im Aufbau, und viele Ausrüstungsgegenstände verstauben jahrelang im Keller oder landen irrtümlicherweise im Restmüll.

„Was die Wiederverwendung von Skiausrüstung betrifft, sind die Österreicher:innen bereits sehr vorbildlich unterwegs. Online-Marktplätze, Flohmärkte oder von Vereinen organisierte Tauschbörsen sind eine beliebte und leistbare Alternative zum Neukauf. Für Ausrüstung, die sich nicht weitergeben oder verkaufen lässt, benötigt es innovative Strukturen, um die wertvollen Rohstoffe möglichst lange im Kreislauf zu halten“, so Gabriele Jüly, Präsidentin des VOEB. „Je mehr Österreicher:innen ihre alte Skiausrüstung getrennt entsorgen, desto größer wird die Menge und umso interessanter wird das Recycling.“

 

Pilotprojekte geben Skiausrüstung ein zweites Leben



Das Einsammeln ist aber nur der erste Schritt. Die einzelnen Materialien müssen anschließend voneinander getrennt werden, um vom Abfallprodukt auf das Rohmaterial zu kommen, das wieder im Produkt eingesetzt werden kann. Dass Recycling von Skiausrüstung möglich ist, zeigen bereits erste Pilotprojekte (2), welche sich den Aufbau eines Sammel- und Recyclingsystems für ausgediente Skischuhe bzw. der Entwicklung nachhaltiger Skischuhen als Ziel gesetzt haben.

In Österreich geht das Forschungsprojekt WINTRUST  noch einen Schritt weiter und arbeitet an umfassenden Recyclinglösungen für die gesamte Skiausrüstung. So konnten bereits wegweisende Ergebnisse gefunden werden, wie Recyclinglösungen für Helme oder die Entwicklung von verschiedenen Trennmethoden von Skischuh-Schalen, Aluminiumstöcken sowie der einzelnen Lagen von Skiern. In Kooperation mit der Wissenschaft werden in unterschiedlichen Pilotprojekten Recyclingmaterialien als Ausgangsbasis für neue Produkte der Wintersport-Industrie entwickelt. Werner Kruschitz, Leiter der VOEB-Fokusgruppe Kunststoffe: „Recycling von Skiausrüstung ist kein Zukunftstraum mehr, die ersten vielversprechenden Ergebnisse aus dem Projekt stimmen uns sehr zuversichtlich. Der entscheidende nächste Schritt ist nun, dass die Skiindustrie diese Rezyklate auch aktiv einsetzt und in neue Produkte integriert. Grundsätzlich gilt aber: Am ressourcenschonendsten ist es, die Ausrüstung so lange wie möglich zu verwenden.“
 

Das Einmaleins der (Wieder-)Verwertung
 

Funktionierende Wintersportartikel (Ski, Skischuhe, Helme, Kinderartikel) können Second-Hand weiterverkauft oder verschenkt werden, ebenso intakte Skibekleidung und Handschuhe. Auch einige Sporthändler nehmen alte Skiausrüstung zurück und übernehmen die Weiterverwertung.

Altes sowie beschädigtes Skizubehör sowie Helme, die zum Beispiel bei einem Unfall getragen wurden, gehören im Altstoffsammelzentrum oder am Mistplatz entsorgt – nicht im Restmüll. Dazu gehören auch Ski- oder Eislaufschuhe.

Skijacken, Hosen, Fleece oder Funktionswäsche, die nicht mehr weiterverkauft werden können, müssen als Alttextilien getrennt in Altstoffsammelzentren oder bei Sammelstellen von karitativen Einrichtungen gesammelt werden. 

  • Drucken
  • Empfehlen
13.03.2026 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Greenpeace warnt vor zahnlosem Anti-SLAPP-Gesetz in Österreich

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Klimawandel bremst die Erde: Tag-Verlängerung beispiellos seit 3,6 Millionen Jahren

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Sonntag, 12. April 2026, 68.795 Artikel Online

Weitere Themen

  • Trockenheit bringt zum Teil drastisch niedrige Grundwasserstände und belastet Landwirtschaft
  • Grünes Image von Club Med durch Kontroverse um Haikontrolle in Frage gestellt
  • Stopfleber-Lobby investierte bis zu 199.999 Euro für Zugang zu EU-Kommissaren und beeinflusste Gesetzgebung
  • Auf lange Sicht oft günstiger: Nachhaltige Beschaffung als Hebel der Transformation
  • Befragung zeigt: Klimawandel prägt Buchungsentscheidungen im Wintertourismus
  • Menschliche Landnutzung in Bergregionen erhöht Risiko tödlicher Erdrutsche
  • Wiener Abfallwirtschaft hautnah erleben: 48er-Besichtigungen von April bis Oktober
  • Biber als Klima-Helden: Streng geschützte Art schafft effektive Kohlenstoffsenken
  • KI-Revolution in Taichung: Asiens größtes unbemanntes Sortierzentrum definiert Kreislaufwirtschaft neu 
  • Kollaps von Meeresströmung könnte Südlichen Ozean zur CO₂-Quelle machen und globale Erwärmung um 0,2°C verstärken
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.233 Artikel | Seite 1 von 1.524

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
garten-gg-ski-982027 1920.jpg

© garten-gg pixabay.com