Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität(current)1
  • Nachhaltigkeit
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Mobilität

Zunahme von Palmöl–Importe führt zu Urwald–Abholzung

06.05.2007

Greenpeace: Kraftfahrzeuge sparsamer gestalten und Verkehrsaufkommen reduzieren

ja © www.greenpeace.de
ja © www.greenpeace.de
Untersuchungen von Greenpeace zeigen, dass die Beimischungspflicht für Biotreibstoffe dramatische Folgen für den Urwald in Südostasien hat. Der Grund dafür sind die stark gestiegenen Importe von Palmöl. Diese stammen meist aus Indonesien und Malaysia, wo für die Palmöl­plantagen riesige Urwaldflächen gerodet werden. Und dadurch werden große Mengen an CO2 freigesetzt. Was uns also als Klimaschutz verkauft werden soll, wirkt sich letztlich äußerst negativ auf die Treibhausgas–Bilanz aus.
In den vergangenen Jahren haben sich die Palmöl–Importe mehr als verdoppelt. Das Palmöl selbst wird zwar kaum für die Treibstoff–Produktion verwendet, spielt aber dennoch eine wichtige Rolle: Es kompensiert die Lücke, die am Markt für Pflanzenöle entstanden ist, weil immer mehr Rapsöl zu Biodiesel verarbeitet wird. Berechnungen zeigen, dass allein durch die Zunahme der heimischen Palmöl–Importe von 2003 bis 2006 rund fünftausend Hektar Regenwald abgeholzt wurden, womit man rund fünf Millionen Tonnen CO2 freigesetzt hat. Dazu kommt noch, dass viele Plantagen auf Torfböden errichtet werden: Durch die Oxidation des Bodens entstehen hier Emissionen von bis zu 33 Tonnen CO2 pro Tonne Palmöl.
"Palmöl landet zwar nicht selbst im Tank, aber die Importzunahme ist dennoch auf die Biotreibstoffrichtlinie zurückzuführen", betont Greenpeace–Energiesprecher Jurrien Westerhof. "Die Auswirkungen sind derart negativ, dass es unter den derzeitigen Bedingungen für das Klima schlechter ist, mit Biodiesel als mit herkömmlichem Diesel zu fahren."
Indonesien weist als Palmöl–Marktführer die weltweit schnellste Zerstörung seiner Regenwälder auf. Dies wurde inzwischen auch vom Guinness–Buch der Rekorde zum Anlass genommen, Indonesien in seiner kommenden Ausgabe entsprechend zu "würdigen". "Indonesien ist mit seinem Guinness–Eintrag offizieller Weltrekordhalter in Sachen Waldzerstörung. Ein Umstand der die indonesische Regierung und die Weltgemeinschaft zum sofortigen Handeln zwingen sollte", stellt Greenpeace–Waldexperte Bernhard Obermayr fest. "Andernfalls werden falsche Rezepte gegen den Klimawandel, zum Beispiel also Biotreibstoffe, die Wälder und das globale Klima weiter in Mitleidenschaft ziehen", so Obermayr.
Greenpeace fordert, diese negativen Auswirkungen beim Betrieb von Palmöl–Plantagen in den Griff zu bekommen, bevor der Anteil an Biotreibstoffen weiter erhöht wird. Die derzeitige Biotreib­stoff­richtlinie ist eine Scheinlösung, welche die Probleme nur vergrößert. Greenpeace stellt sich nicht prinzipiell gegen Biotreibstoffe, denn sie können die Emissionen aus dem Verkehrsbereich tatsächlich reduzieren. Zuerst muss aber dafür gesorgt werden, dass die Kraftfahrzeuge sparsamer werden, und dass das Verkehrsaufkommen reduziert wird. Damit ist gegen die globale Erwärmung nämlich weitaus mehr zu erreichen als durch die Verwendung von Biodiesel allein.
Zum vollständigen Hintergrundpapier: www.greenpeace.at/biotreibstoffe

Verwandte Artikel

  • Greenpeace zu Naturschutz-Novelle: Abrissbirne für den Vorarlberger Naturschutz
  • Greenpeace zu Klimagesetz: Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung müssen Klimablockade beenden
  • Greenpeace-Lokalaugenschein: 66,3 Grad vor Wiener Hauptbahnhof gemessen
  • Greenpeace-Marktcheck von Tomatensugo: Nur sieben Prozent Bio bei Sugo mit Fleisch
  • Greenpeace und Samariterbund zum Tag der Klimaopfer: Hitze kann tödlich sein 
  • ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA
  • Drucken
  • Empfehlen
06.05.2007 | Autor*in: holler
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

EU–Klima: Flug– und Schiffsverkehr ins Kyoto–Protokoll einbinden?

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Österreicher sind im Vorjahr um 120 Millionen Kilometer mehr Rad gefahren!

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Donnerstag, 15. Oktober 2026, 70.402 Artikel Online

Weitere Themen

  • Österreich droht extrem hohe Ozonbelastung – Autofahrten vermeiden!
  • Das Solartaxi in Wien
  • Das Solartaxi on Tour live erleben!
  • Vergleichstest: Auf Flugreisen gezielt CO2 sparen
  • Österreicher legten im Vorjahr 3,4 Mia. Kilometer zu Fuß und mit Fahrrad zurück!
  • Im 1. Halbjahr ist Zahl der Verkehrstoten um 37 gestiegen!
  • Klimawandel: Keine 3. Startbahn für Wien–Schwechat!
  • myclimate Österreich: CO2– Ausstoß von Flugreisen kompensieren
  • Ausschreibung BMVIT–Staatspreis Fokus 07: umweltvertraegliche Guetertransporte
  • Vollgas mit Biodiesel aus Kärnten
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1100
  • 1101(current)
  • 1102
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
11.876 Artikel | Seite 1.101 von 1.188

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
ja © www.greenpeace.de

ja © www.greenpeace.de