Zukunftsfit unterwegs: Stadtteil Reininghaus rückt Verkehr und Mobilität ins Zentrum
Graz – Der Verein Stadtteil Graz Reininghaus stellt 2026 Verkehr und Mobilität in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Ziel ist es, gemeinsam mit Bewohner:innen, Beschäftigten und Betrieben praxistaugliche Lösungen für einen lebendigen, gut erreichbaren und verkehrsberuhigten Stadtteil zu entwickeln.
Seit seiner Gründung 2023 begleitet der gemeinnützige Verein die Entwicklung von Reininghaus, einem der größten Stadtentwicklungsprojekte Österreichs. Der Stadtteil wächst rasant: Bereits über 4.000 Menschen leben hier, bis zur Fertigstellung sollen es bis zu 12.000 sein. Reininghaus setzt auf kurze Wege, gute Öffi-Anbindung, Carsharing und autofreie Oberflächen – ein Konzept, das viel Lebensqualität schafft, aber auch neue Herausforderungen mit sich bringt.
„Reininghaus ist und bleibt ein verkehrsberuhigter Stadtteil. Gleichzeitig braucht es faire Lösungen für Erreichbarkeit, Versorgung und Gewerbe“, betont Vereinsvorstand Dr. Florian Stadtschreiber. Auch Mag. Alexander Daum, Vorstand des Vereins, verweist auf den Wandel der Mobilität: „Lastenräder, E-Scooter und Sharing-Modelle erfordern neue Antworten. Viele Planungen stammen aus einer Zeit, in der diese Entwicklungen noch keine Rolle spielten.“
Kernprojekte 2026 sind eine umfassende Mobilitätsstudie und eine breit angelegte Umfrage unter Bewohner:innen und Arbeitenden. Die Ergebnisse sollen konkrete Verbesserungen für den Rad-, Fuß-, Öffi- und Autoverkehr liefern. Ergänzt wird dies durch Forschungsprojekte der TU Graz und TU Wien sowie Maßnahmen zur Belebung der Sockelzonen, um Nahversorgung, Handel und Gastronomie zu stärken.
Der Verein lädt alle Interessierten die in Reininghaus wohnen ein, sich aktiv an der Mobilitätsumfrage zu beteiligen und so die Zukunft von Reininghaus mitzugestalten.