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Zu schwer für Österreich: 60–Tonnen Lkw

15.08.2006

VCÖ: Monster–Lkw sind Sicherheitsrisiko für Brücken, Autofahrer und Anrainer

In Deutschland wird derzeit der Einsatz von 60 Tonnen Lkw getestet. Als Alpenland verfügt Österreich über keine Highways wie in den USA. Die 60–Tonnen Lkw wären im Straßenverkehr ein enormes Sicherheitsrisiko, weil der „Tote Winkel„ länger ist. Bei einem Crash mit einem 60–Tonnen Lkw ist die Überlebenschance de facto null, so der VCÖ: Außerdem warnt der VCÖ vor Schäden an Brücken und Straßen. Der VCÖ fordert, dass Österreich auf EU–Ebene verhindert, dass die Riesen–Laster auf den Transitrouten durch Österreich fahren.
In den drei deutschen Bundesländern Niedersachsen, Nordrhein–Westfalen und Bremen wird derzeit der Einsatz von 60 Tonnen Trucks getestet. „Für Österreich sind diese gewaltigen Trucks völlig ungeeignet. Als Alpenland hat Österreich zu viele Kurven, Steigungen, Tunnel und Brücken. Österreich muss auf EU–Ebene verhindern, dass die gigantischen Monster–Lkw schon demnächst über die Transitrouten fahren„, stellt VCÖ–Experte DI Martin Blum zur aktuellen Diskussion über 60–Tonnen Lkw fest.
Der VCÖ warnt auch vor der zusätzlichen Lärmbelastung für die Anrainer. „Je größer die Laster, umso größer der Lärm, den sie verursachen„, bringt VCÖ–Experte Blum das Problem auf den Punkt. Der VCÖ weist darauf hin, dass die 60–Tonnen Lkw auch aus Verkehrssicherheitsgründen abzulehnen sind. Diese Lkw sind rund 25 Meter lang. Das heißt, längere Überholweg für die Autofahrer und längere„tote Winkel„.
„Andere Verkehrsteilnehmer werden dann vom Lkw–Fahrer leichter übersehen. Schon jetzt endet jeder siebte Unfall mit einem Lkw tödlich. Die Chancen, einen Crash mit einem 60 Tonnen Monstrum zu überleben, sind gleich null„, macht VCÖ–Experte Blum auf die Gefahren aufmerksam. Der VCÖ fordert, dass Österreich auf EU–Ebene den Einsatz von 60–Tonnen Lkw in den EU–Alpenländern verhindert.
Zudem drängt der VCÖ auf eine Initiative Österreichs zur stärkeren Verlagerung der Güter auf die Schiene. „Österreich könnte als Vorbild auftreten. Immerhin ist der Anteil der Schiene beim Güterverkehr in Österreich doppelt so hoch wie im EU–Durchschnitt„, betont VCÖ–Experte Blum. In Österreich beträgt das Verhältnis Straße – Schiene beim Güterverkehr 69 : 31, in der EU25 hingegen 82 : 18 und in der EU15 sogar 85 : 15.
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15.08.2006 | Autor*in: holler
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