Zero Emissions Award zeichnet Forschung für klimaneutrale Zukunft aus
Gefördert werden in diesem Jahr die Chemikerin Lavinia Saltarelli (künftig Institute of Science and Technology Austria, ISTA) sowie der Energieforscher Emmanuel Oluwasogo von der Fachhochschule Kärnten. Die Mittel stammen aus einer Spende des US-Unternehmers Patrick S. Dumont.
Saltarelli erhält rund 385.000 Euro für die Erforschung nachhaltiger Lithium-Schwefel-Batterien, die als leistungsfähigere und ressourcenschonendere Alternative zu heutigen Lithium-Ionen-Systemen gelten. Oluwasogo wird mit rund 381.200 Euro bei der Entwicklung neuer Technologien für die Integration erneuerbarer Energien ins Stromnetz unterstützt.
„Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie Forschung dazu beitragen kann, die großen Herausforderungen der Energiewende zu bewältigen“, sagte Sabine Seidler, Vorstandsvorsitzende der alpha+ Stiftung.
Saltarelli untersucht chemische Prozesse in Lithium-Schwefel-Batterien erstmals in Echtzeit. Ziel ist es, bisher wenig verstandene Reaktionsmechanismen sichtbar zu machen und daraus effizientere, langlebigere und günstigere Energiespeicher zu entwickeln.
Oluwasogo arbeitet an einem neuen Ansatz für Stromrichter, dem sogenannten „topologischen Wandel“. Dieser soll es ermöglichen, die interne Struktur von Leistungselektronik dynamisch an unterschiedliche Anforderungen anzupassen und so komplexe Umrichter-Systeme zu vereinfachen. „Mein Ziel ist es, neuartige Umrichterarchitekturen zu entwickeln, die erneuerbare Energiequellen nahtlos integrieren“, so Oluwasogo.
Der Zero Emissions Award wird jährlich vergeben und zählt zu den höchstdotierten privat finanzierten Forschungsförderungen in Österreich im Bereich Klimaforschung. Ziel ist es, Grundlagenforschung mit potenziell hohem Beitrag zur Energiewende gezielt zu unterstützen.
Neben den beiden Hauptpreisen werden in der aktuellen Runde auch weitere Projekte im Bereich Batterieforschung und Energietechnologien vom FWF gefördert.