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Zehn Schritte zur Energiefreiheit: Wie der effiziente und leistbare Umstieg auf saubere Energie geht!

20.05.2025

Neue Studie des KONTEXT Institut für Klimafragen nennt die zehn Schritte, die notwendig sind, um Österreich künftig mit sauberer und günstiger Energie zu versorgen. 

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10 Schritte © KONTEXT Institut

Trotz Verzögerungen bei der Windenergie schreitet der Ausbau erneuerbarer Energien in Österreich voran. Doch obwohl erneuerbare Energien den heimischen Stromverbrauch im Jahr 2024 bereits zu 95 Prozent decken konnten, profitieren Industrie und Haushalte kaum von niedrigeren Preisen.  

Das KONTEXT Institut für Klimafragen hat das heimische Energiesystem unter die Lupe genommen und zehn Schritte identifiziert, die einen leistbaren und effizienten Umbau ermöglichen. Das Fazit: Wenn Stromerzeugung, Netze, Verbrauchsverhalten und rechtliche Rahmenbedingungen grundlegend auf ein zukunftsfähiges Energiesystem ausgerichtet sind, wird eine langfristige Kostenentlastung möglich sein.  

„Österreich ist nicht verdammt dazu, von teuren und schmutzigen Energieimporten aus Diktaturen abhängig zu bleiben. Wir haben alle Voraussetzungen dafür, uns sauber und leistbar selbst zu versorgen“, sagt Katharina Rogenhofer, Vorständin des KONTEXT Instituts für Klimafragen. „Dafür braucht es einen weiteren gezielten Ausbau der erneuerbaren Energie, vor allem der Windkraft, einen Ausbau der Netze und Speicher und eine intelligente Steuerung von Erzeugung und Verbrauch“.

 

Intelligente Erzeugung, Verteilung und Verbrauch

 

Bei der Erzeugung erneuerbarer Energie ist nicht nur die Ausbaumenge entscheidend, sondern auch der Standort. Strom sollte dort erzeugt werden, wo er besonders gut genutzt werden kann – etwa dort, wo große industrielle Abnehmer, Speicher oder genügend Netzkapazitäten vorhanden sind.  

 

Intelligente Lösungen sind notwendig, um die Energieverteilung und den -verbrauch zu steuern. Echtzeitinformationen aus Sensorik- und Smart-Meter-Daten, dynamische Strom- und Netzpreise und Flexibilitätsmärkte können dabei nützlich sein. Damit werden die Netze entlastet, deren Ausbaubedarf und somit Kosten reduziert. Zentral ist dafür auch der beschleunigte Ausbau von Speichern.  

 

Um die Preise bereits unmittelbar zu senken und zu stabilisieren, ist es notwendig die vorhandenen Hürden für die Eigenstromproduktion von Unternehmen zu senken. Auch Garantien für langfristige Direktstromverträge helfen Industrieunternehmen direkt von günstigen Erneuerbaren Energien zu profitieren. Haushalte können durch Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften ebenfalls leistbar Energie beziehen.  

 

„In Bereichen, wie dem Einsatz von Smart-Meter-Stromzählern oder auch bei Energiegemeinschaften ist Österreich bereits heute Vorreiter. Um die Stärken nutzen zu können, braucht es aber die entsprechenden rechtlichen Marktbedingungen. Dafür ist vor allem ein rascher Beschluss des Elektritizitätswirtschaft (ElWG) entscheidend“, sagt Rogenhofer.

 

Elektrifizierung vorantreiben

 

Ein zentraler Schritt in die Energiefreiheit ist die Elektrifizierung aller Sektoren, wie Industrie, Verkehr oder Raumwärme. In Österreich werden rund 21 Prozent des Energieverbrauchs durch Strom gedeckt. Ein höherer Elektrifizierungsgrad macht die Energiewende effizienter und langfristig kostengünstiger. Denn strombasierte Anwendungen, wie etwa Wärmepumpen, benötigen deutlich weniger Energie als Öl- und Gasheizungen. Gleiches gilt für E-Mobilität und elektrifizierte industrielle Prozesse. Fixkosten für Erzeugung, Netze und Speicher werden dadurch auf mehr Abnehmer:innen verteilt. Zudem sind viele dieser Anwendungen zeitlich steuerbar und können damit netz- und systemdienlich eingesetzt werden. Der Einsatz von Sektorkopplung kann neben konventionellen Speichern dem System helfen: Wenn etwa E-Autos in Haushalten als Speicher genutzt und geladen werden, wenn Energieüberschüsse bestehen, oder diese zur Wärmebereitstellung in Pufferspeichern genutzt wird.

 

„Die Elektrifizierung senkt die Pro-Kopf-Kosten und macht das System flexibler“, sagt Rogenhofer. „Umgekehrt gilt aber auch: Der Wechsel auf E-Autos, Wärmepumpen oder industrielle Elektroöfen wäre zahnlos, würden sie mit Strom aus fossilen Quellen betrieben werden.“

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