Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit(current)2
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ernährung und Gesundheit

WWF-Check: Rund ein Drittel der Grillfleisch-Angebote ohne österreichische Herkunft

06.06.2026

95 Prozent der Grillfleisch-Angebote aus konventioneller Tierhaltung, nur jedes 20. Angebot ist Bio – WWF fordert verpflichtende Kennzeichnung von Herkunft und Haltung

Würstlcheck.png
Woher kommt das Fleisch? © WWF / AIbearb.

Wien  – Österreichs Supermärkte bewerben in der Grillsaison fast ausschließlich Fleisch aus konventioneller Tierhaltung. Das zeigt der neue WWF-Grillfleisch-Check, für den die Umweltschutzorganisation die Flugblätter der großen Supermarktketten ausgewertet hat. Von insgesamt 325 beworbenen Grillfleischprodukten kommen rund ein Drittel aus dem Ausland oder tragen keine österreichische Herkunftskennzeichnung. Zugleich stammen 95 Prozent der Angebote aus konventioneller Produktion, nur fünf Prozent sind Bio-Produkte. „Die Grillsaison wird im Handel weiterhin mit Billigfleisch beworben. Regionale Bio-Produkte und pflanzliche Alternativen spielen dagegen kaum eine Rolle. Das sendet die falschen Signale in Zeiten der Klima- und Biodiversitätskrise“, sagt WWF-Ernährungsexperte Dominik Heizmann.
 

Exemplarisch dafür steht ein Aktionsangebot aus dem Untersuchungszeitraum: Ein importiertes grillfertiges Huhn wurde um 2,99 Euro pro Kilogramm beworben. „Solche Lockangebote lenken die Aufmerksamkeit ausschließlich auf den Preis. Die österreichische Landwirtschaft, das Tierwohl und die Umweltfolgen bleiben dabei unweigerlich auf der Strecke“, kritisiert Heizmann.
 

Nur sehr gering fällt im WWF-Check der Anteil pflanzlicher Fleisch-Alternativen aus. Von insgesamt 334 analysierten Grillprodukten in den Flugblättern waren lediglich neun pflanzliche Angebote, das entspricht rund drei Prozent. „Der Handel prägt maßgeblich, was gekauft wird. Deshalb müssen gerade in der Grillsaison pflanzliche Alternativen sichtbarer werden und regionale Bio-Produkte vermehrt beworben werden“, fordert Heizmann.
 

Besonders kritisch bewertet der WWF die lückenhafte Herkunfts- und Haltungskennzeichnung bei vielen Grillprodukten. Vor allem bei verarbeiteten Produkten wie Würstchen fehlt häufig eine nachvollziehbare Herkunftsangabe. Dadurch ist oft nicht erkennbar, woher das Fleisch stammt und unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden. „Wer Fleisch kauft, muss auf einen Blick erkennen können, woher es kommt und wie es produziert wurde. Die derzeitigen Lücken bei der Kennzeichnung sind nicht mehr zeitgemäß“, sagt WWF-Experte Heizmann.
 

Der WWF fordert daher Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig auf, eine verpflichtende und lückenlose Kennzeichnung von Herkunft und Haltung für alle Fleischprodukte durchzusetzen. Darüber hinaus müsse der Handel Importfleisch mit niedrigen Umweltstandards schrittweise aus dem Sortiment nehmen und sein Angebot an regionalen Bio-Produkten sowie pflanzlichen Alternativen ausbauen.
 

Über den WWF-Grillfleisch-Check

 

Für die Analyse hat der WWF die Flugblätter von Billa, Billa Plus, Spar, Lidl, Penny und Hofer im Zeitraum 18. bis 31. Mai 2026 ausgewertet. Insgesamt wurden 334 beworbene Grillprodukte erfasst, darunter 325 Fleischprodukte und neun pflanzliche Alternativen wie vegane Würstel. Von den 325 Grillfleischprodukten waren 308 konventionell und lediglich 17 biologisch produziert. Rund ein Drittel stammten laut dem Check aus dem Ausland oder trugen keine österreichische Herkunftskennzeichnung, darunter vor allem importiertes Hühnerfleisch und Grillwürste ohne Herkunftskennzeichnung.

  • Drucken
  • Empfehlen
06.06.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Hitzeaktionstag: Coole Lösungen am Arbeitsplatz

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Greenpeace/BOKU/Seniorenrat: Start von Hitze-Messungen in Wohnungen von älteren Menschen

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Donnerstag, 16. Juli 2026, 69.663 Artikel Online

Weitere Themen

  • So gelingt die restefreie Grillparty
  • Extreme Hitze: Sportministerium empfiehlt Vorsicht bei Bewegung im Freien
  • Hitzedom über Europa: Ärzte warnen vor unterschätzter Gesundheitsgefahr
  • Johanniter warnen: Hitze wird für ältere Menschen oft zur unterschätzten Lebensgefahr
  • Natur als Medizin: Die verborgene Heilkraft der Krimmler Wasserfälle
  • Studie: Positive Alltagserlebnisse prägen junge Menschen stärker als Krisen
  • Gemeinschaft zählt: Neue Weltstudie zeigt, dass Menschen viel kooperativer sind als gedacht
  • Hitzemalbuch und HOT-Check: gut durch heiße Zeiten kommen
  • Nach EU-Entscheidung zu neuen Gentechniken: Biosaat- und Pflanzgut gewinnen an Bedeutung
  • Unsichtbare Gefahr über Europa: Hitzewellen treiben giftigen Sommersmog auf Rekordniveau
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1
  • 2(current)
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
3.308 Artikel | Seite 2 von 331

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
Würstlcheck.png

Woher kommt das Fleisch? © WWF / AIbearb.