Würth Österreich setzt auf nachhaltiges Wachstum
Mit der EcoVadis-Bronze-Medaille zählt Würth zu den besten 35 Prozent der weltweit bewerteten Unternehmen. Besonders positiv hervorgehoben wurden das systematische Umweltmanagement, der verantwortungsvolle Ressourceneinsatz sowie Fortschritte bei transparenter und nachhaltiger Lieferkettengestaltung.
Ein zentraler Schritt in Richtung Dekarbonisierung ist die 2025 fertiggestellte Geothermie-Anlage in Böheimkirchen. Sie versorgt Verwaltungs- und Logistikgebäude weitgehend unabhängig von Gas mit Heiz- und Kühlenergie. Für das Projekt wurden 188 Erdsonden in 130 Metern Tiefe installiert. Die Investitionssumme belief sich auf rund 5,9 Millionen Euro. Durch die Nutzung von Erdwärme und ergänzendem Photovoltaik-Strom reduziert das Unternehmen seinen CO₂-Ausstoß um etwa 300 Tonnen pro Jahr – rund zehn Prozent der bisherigen standortbezogenen Emissionen (Scope 1 und 2).
Darüber hinaus setzt Würth auf Photovoltaik, Grünstrom und den Ausbau von E-Mobilität: Bereits 50 Prozent der rund 550 Firmenfahrzeuge fahren rein elektrisch. Bis 2030 sollen die direkten und energiebezogenen Emissionen im Vergleich zu 2021 um mehr als 90 Prozent sinken.
Für Geschäftsführer Michael Hempt ist Nachhaltigkeit nicht nur ökologische Verpflichtung, sondern auch wirtschaftliche Notwendigkeit. Extreme Wetterereignisse wie das Hochwasser 2024 am Firmensitz hätten die Risiken des Klimawandels deutlich vor Augen geführt. Gleichzeitig eröffnen steigende Nachhaltigkeitsanforderungen – etwa im Bau- und Immobiliensektor – neue Marktchancen.
Mit klaren Klimazielen und strategischen Investitionen schafft Würth Österreich damit die Grundlage für langfristigen, verantwortungsvollen Unternehmenserfolg.